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Peter Tauber : „Ich bin ein Mensch, und ich mache Fehler“

  • Aktualisiert am

CDU-Generalsekretär Peter Tauber Bild: Reuters

Zuletzt gab es ständig neue Mobbing-Anschuldigungen gegen CDU-Generalsekretär Tauber. Der Auftritt vor seinem hessischen Heimat-Kreisverband dürfte ihm viel mehr gefallen haben – Tauber erhielt kräftigen Applaus.

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          CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat am Freitagabend erstmals zu dem Mobbing-Papier „Operation Kaninchenjagd“ ausführlich öffentlich Stellung genommen. Er äußerte sich beim CDU-Parteitag in Bruchköbel, auf dem die Kreistagsabgeordnete Srita Heide zur Landratskandidatin für den Main-Kinzig-Kreis nominiert wurde. Er habe das zehn Jahre alte Schreiben nicht verfasst, es aber gekannt, so wie viele andere auch, sagte Tauber. Es sei ein Fehler gewesen, nichts gegen das Papier unternommen zu haben. Das tue ihm leid. Der Inhalt entspreche nicht den Grundprinzipien christlichen Handelns Er sei damals loyal gegenüber einem Freund geblieben. „Ich bin ein Mensch, und ich mache Fehler“, so Tauber.

          Es sei kein Geheimnis, dass das Verhältnis zwischen dem neu gewählten Kreisvorsitzenden und der Geschäftsführerin Anne Höhne-Weigl seinerzeit angespannt gewesen sei. Das Miteinander sei schwierig gewesen. Deshalb habe es im Kreisverband Überlegungen gegeben, wie das Arbeitsverhältnis beendet werden könnte. Das Ergebnis sei das Papier gewesen. Er werde bei seiner Linie bleiben, sich nicht negativ über frühere Mitarbeiter in der Öffentlichkeit zu äußern.

          Taubers Ausführung wurden von den Delegierten mit langem Applaus quittiert. Sie votierten anschließend mit großer Mehrheit für Heide: 152 stimmten mit Ja, 21 mit Nein.

          Mit keinem Wort erwähnte Tauber allerdings neue Vorwürfe: Nach einem Bericht der "Welt" soll er parteiinterne Kritiker der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin beschimpft haben: „Wer hier nicht für Angela Merkel ist, ist ein Arschloch und kann gehen.“ Die Worte sollen bei einem Treffen im vergangenen November gefallen sein. „Ich weiß noch, dass wir hitzig über die Flüchtlingspolitik diskutiert haben“, sagte Tauber der „Welt“. „An jedes Wort kann ich mich aber nicht erinnern. Wenn dieser Kraftausdruck gefallen sein sollte, dann tut er mir leid.“ Mehrere Teilnehmer des Treffens bestätigten dem Bericht zufolge, dass sich Tauber so geäußert habe; andere wollen den Satz nicht gehört haben.

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