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Neue Führungsspitze der FDP : Hahn ins FDP-Bundespräsidium gewählt

  • -Aktualisiert am

Wurde in das Bundespräsidium der FDP gewählt: Jörg-Uwe Hahn Bild: Helmut Fricke

Der hessische Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn ist in das Bundespräsidium der FDP gewählt worden. Auch Staatssekretärin Nicola Beer rückt auf.

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          Der hessische Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn ist am Freitagabend in das Bundespräsidium der FDP gewählt worden. Die Delegierten des Bundesparteitags in Rostock wählten den Vierundfünfzigjährigen aus Bad Vilbel in das höchste Gremium.

          Ralf Euler
          (ler.), Rhein-Main-Zeitung

          Seine Hoffnung auf einen der drei Stellvertreterposten des neuen Bundesvorsitzenden Philipp Rösler hatte Hahn aus Proporzgründen allerdings, wie berichtet, zuvor aufgeben müssen: Zwei Frauen und ein Vertreter der ostdeutschen Liberalen erhielten nach dem Willen von Rösler den Vorzug vor dem Hessen. Wie vom neuen Parteichef vorgeschlagen, wurden in Rostock die ehemalige Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Birgit Homburger, Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der sächsische FDP-Vorsitzende Holger Zastrow zu Vize-Vorsitzenden der Bundespartei gewählt.

          Parteispitze sollte „weiblicher“ werden

          Die Parteispitze sollte nach dem Willen Röslers „weiblicher“ werden, der Ostdeutsche Zastrow soll eine Möglichkeit zur Profilierung bekommen. Er habe diese Vorstellungen Röslers zum Wohle der Partei akzeptiert, äußerte Hahn. „Ich mache kein Hehl daraus: Ich wäre lieber stellvertretender Vorsitzender geworden“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „aber entscheidend ist, dass mir der Einzug ins Präsidium gelungen ist.“

          Die Kür der neuen FDP-Führung sei insgesamt eine „runde Sache“ gewesen, daher hätten persönliche Befindlichkeiten hintanstehen müssen. Er selbst fühle sich im Ergebnis keineswegs als Verlierer, und die hessischen Liberalen seien als Gewinner aus den bisherigen Abstimmungen in Rostock hervorgegangen.

          Hahn wies darauf hin, dass mit ihm selbst und der Staatssekretärin im hessischen Europaministerium, der 41 Jahre alten Nicola Beer, wieder zwei Hessen für die ausscheidenden Bundestagsabgeordneten Hermann Otto Solms und Heinrich Kolb ins Präsidium gerückt seien. Für den erweiterten Vorstand, der erst am Samstag komplettiert werden soll, kandidieren zudem abermals der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, der Frankfurter Hans-Joachim Otto, und, zum ersten Mal, Florian Rentsch, der FDP-Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag.

          Rentsch war gestern Morgen in Rostock einstimmig zum Sprecher der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz gewählt worden. Dem Gremium gehören die Chefs der FDP-Fraktionen der Landtage, des Bundestags und des Europäischen Parlaments an. Der 36 Jahre alte Rentsch ist seit 2003 Mitglied des Landtags und seit zwei Jahren Fraktionsvorsitzender.

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