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Medizintechnik : B. Braun bilanziert Erfolgsjahr - Chef kündigt Abschied an

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Flankiert von Kanzlerin und Industrieverbandschef: Georg Ludwig Braun, Konzernchef von B. Braun Melsungen Bild: AP

Der Medizintechnikhersteller B. Braun Melsungen hat dank guter Exportgeschäfte 2007 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Konzernchef Georg Ludwig Braun teilte bei der Bilanzvorlage mit, 2011 von der Spitze des Unternehmens abzutreten.

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          DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun will in drei Jahren die Konzernspitze des Medizintechnikherstellers B. Braun verlassen. „Die jüngste Vertragsverlängerung war die letzte, definitiv die letzte“, sagte Braun am Mittwoch im nordhessischen Melsungen. Der im Frühjahr 2009 auslaufende aktuelle Vertrag des seit 1977 an der Konzernspitze stehenden 64 Jahre alten Unternehmers war in der vergangenen Woche um zwei Jahre verlängert worden.

          „Jetzt ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu suchen und einen harmonischen Übergang auf den Weg zu bringen“, sagte Braun. Das zum größten Teil in Familienbesitz befindliche Unternehmen strebe eine „In-House-Lösung“ an. Der neue Chef müsse nicht unbedingt aus der Familie kommen, sagte Braun, der ein Ururenkel des Unternehmensgründers ist. Seine Amtszeit als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) läuft in einem Jahr aus.

          B. Braun Melsungen hat dank guter Exportgeschäfte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Das Unternehmen erzielte einen Konzernüberschuss von 217,7 Millionen Euro, das war etwa ein Fünftel mehr als im Vorjahr, teilte B. Braun mit. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um eine viertel Milliarde Euro auf 3,57 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um knapp 40 auf 283 Millionen Euro. Das deutlichste Wachstum erzielte das Unternehmen in Lateinamerika, Europa und Afrika. B. Braun beschäftigt in 50 Ländern mehr als 35 000 Mitarbeiter.

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