https://www.faz.net/-gzg-xv8v

Hochschulpakt : Weimar droht unwilligen Hochschulen

  • Aktualisiert am

Verlangen von den Hochschulen drastische Einsparungen: Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und Finanzminister Karlheinz Weimar Bild: dpa

„Seien Sie sicher, dass Sie dann nicht zu den Gewinnern gehören werden“ - diesen Satz soll Finanzminister Weimar auf die Frage erwidert haben, was im Fall einer verweigerten Unterschriften unter den Hochschulpakt drohe. Die Vereinbarung soll nächsten Dienstag unterzeichnet werden.

          1 Min.

          Im Streit um das Geld für die Bildung hat die Landesregierung den hessischen Hochschul-Präsidenten die Pistole auf die Brust gesetzt. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) drohte in den Verhandlungen über den Hochschulpakt am späten Dienstagabend, diejenigen Hochschulen zu benachteiligen, die das Abkommen nicht mittragen wollten. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Verhandlungskreisen. Weimar soll auf die Frage, was die Folge einer verweigerten Unterschrift wäre, geantwortet haben: „Seien Sie sicher, dass Sie dann nicht zu den Gewinnern gehören werden.“

          Das Land will im kommenden Jahr 30 Millionen Euro im Hochschuletat einsparen. Die Finanzierungsvereinbarung des Hochschulpakts für die Jahre 2011 bis 2015 hätte eigentlich schon am Dienstag unterzeichnet werden sollen. Das scheiterte aber am Widerstand einiger Hochschulen. Im Gegenzug für eine Zustimmung hätten die Hochschulen Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Die Vereinbarung schließt bis 2015 weitere Sparrunden aus, selbst wenn die Steuereinnahmen nochmals sinken sollten - das ist der Deal des geplanten Paktes.

          Die Hochschul-Präsidenten hatten aber mehrheitlich gegen die Kürzung die Grundfinanzierung um 30 Millionen Euro protestiert. Sie kritisierten auch, dass ihnen alle Berechnungsunterlagen vorenthalten worden seien. Sie hätten nur ein einziges DIN-A4-Blatt bekommen, auf dem das Ergebnis der Sparziele steht, nicht aber die Berechnung.

          Weitere Themen

          Opel hält sich besser als Peugeot

          Verkäufe an Händler : Opel hält sich besser als Peugeot

          Die Opel-Mutter PSA hat im dritten Quartal etwas mehr umgesetzt als vor Jahresfrist. Mit Umsatzzahlen zu den Rüsselsheimern geizen die Franzosen. Beim Absatz sieht Opel aber klar besser aus als Peugeot.

          Großer Aufwand für kleine Bestellungen

          E-Commerce : Großer Aufwand für kleine Bestellungen

          Kein Brief, kein Paket – Lieferungen der Internetversender passen oft in keine Kategorie. Das erforderte eine Großinvestition in das Internationale Postzentrum am Flughafen.

          Topmeldungen

          Mario Draghi und seine Nachfolgerin Christine Lagarde.

          Wechsel an der EZB-Spitze : Draghi und die Deutschen

          Nirgendwo ist EZB-Präsident Mario Draghi, der am 31. Oktober abtritt, auf so viel Protest gestoßen wie in Deutschland. Am Ende hat er die Macht der Europäischen Zentralbank überdehnt. Eine Bilanz.

          Video-Filmkritik: „Terminator 6“ : Killermaschinistinnen vor!

          Der sechste Film der „Terminator“-Reihe ignoriert die Teile drei, vier und fünf zugunsten einer gigantischen Karambolage zahlreicher Gegenwartsprobleme und Zukunftsaussichten: „Terminator: Dark Fate“ ist ein Katalog der Körperpolitik für Menschen und Maschinen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.