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Ho-Chi-Minh-Stadt : Weltbank finanziert hessische Universität in Vietnam

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Ministerpräsident Roland Koch und Gründungspräsident Wolf Rieck durchschnitten im Februar 2008 mit Vietnamesen ein rotes Band zur Eröffnung der Hochschule Bild: picture-alliance/ dpa

Die von Hessen angestoßene Vietnamesisch-Deutsche Universität im früheren Saigon gilt in dem asiatischen Land als Leuchtturmprojekt. Bislang studieren dort 100 junge Vietnamesen. Mit Geld von der Weltbank bekommt die Hochschule nun einen eigenen Campus.

          Die Vietnamesisch-Deutsche Universität in Ho-Chi-Minh-Stadt, die von Hessen aufgebaut wird, bekommt von der Weltbank Geld für einen eigenen Campus. Die Entwicklungshilfebank habe der vietnamesischen Regierung einen Kredit von 180 Millionen amerikanische Dollar oder umgerechnet 142,2 Millionen Euro zugesagt, berichtete der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) in Wiesbaden.

          Das Bundesland leitet den Aufbau der 2008 gegründeten ersten Auslandsuniversität in dem südostasiatischen Land. Bislang studieren dort 100 junge Vietnamesen. „Diese Universität lebt inzwischen“, sagte Koch. Wenn der neue Campus in der früheren südvietnamesischen Hauptstadt Saigon bis 2016/17 fertig sein wird, sollen dort bis zu 12.000 Studenten nach deutschem Hochschulmodell zu Ingenieuren ausgebildet werden.

          „Vietnamen stolz auf Leuchtturmprojekt“

          Vietnam habe sein mangelhaftes Universitätssystem als einen Engpass für die wirtschaftliche Entwicklung erkannt, sagte der Gründungspräsident der Hochschule, Wolf Rieck. Er leitete früher die Fachhochschule Frankfurt. Die deutsche Universität sei ein „Leuchtturmprojekt, auf das auch die Vietnamesen stolz sind“.

          Bislang ist die Uni auf dem Gelände der Nationaluniversität untergebracht, der Bund und Hessen unterstützen den Betrieb finanziell und mit Personal. Es sei wichtig, Deutschland und ein positives Deutschlandbild in der aufstrebenden vietnamesischen Wirtschaft zu verankern, begründete Koch das Engagement: „Wir sehen das als einen wichtigen Brückenkopf an.“

          Die Studenten stammten zumeist aus der Mittelschicht, die sich den jährlichen Studienbeitrag von 1500 amerikanische Dollar leisten könne, sagte Rieck. Andere staatliche Universitäten in Vietnam verlangten noch höhere Gebühren. Das Land verhandele auch mit Frankreich, Japan und den Vereinigten Staaten über die Einrichtung gemeinsamer Universitäten.

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