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Hitzerekord von 38,9 Grad : Hessen erreicht Fiebertemperatur

  • Aktualisiert am

Nass machen, bitte: Ein Teilnehmer des Ironman erfrischt sich in Frankfurt an einem Hydranten. Bild: dpa

Mit einem Wetterrekord und einem Todesopfer geht ein sehr heißes Wochenende zu Ende. Für Sonntagabend sind Orkanböen und Gewitter angekündigt.

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          Heiß, heißer, Bad Nauheim: In Hessen ist am Wochenende der Temperaturrekord geknackt worden. In der Kurstadt wurden am Samstag 38,9 Grad gemessen - so viel wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Hessen. Die bislang höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland betrug 40,2 Grad.

          Auch am Sonntag war es ähnlich heiß. Die Hitze trieb die Menschen in Massen an Orte, wo sie sich abkühlen konnten. An den Freibädern bildeten sich lange Schlangen vor den Kassenhäuschen. Doch ausgerechnet am bislang heißesten Wochenende des Jahres ist das Frankfurter Freibad Stadion wegen eines Stromausfalls bis auf weiteres geschlossen.

          Extremsport in der Hitze trieben 2643 Teilnehmer des Ironman-Triathlons in Frankfurt. Eigentlich hatten sich 3000 Personen angemeldet. Dass rund zehn Prozent der Teilnehmer nicht an den Start gingen, sei völlig normal und habe nichts mit der Hitze zu tun, sagte eine Sprecherin des Veranstalters. Eine wetterbedingt erhöhte Ausfallrate war demnach nicht zu beobachten. Zum Schutz vor der Hitze hatten die Organisatoren unter anderem 14 Tonnen Eis für die Sportler geordert und rund 250 Helfer vom Roten Kreuz an der Strecke postiert.

          Auch in Darmstadt waren die Besucher des Heinerfests auf die Hitze am Wochenende gut vorbereitet. „Mit 150 Hilfeleistungen in den ersten drei Tagen liegen wir dieses Jahr nur leicht über dem Schnitt“, sagte Ingo Zöller vom Deutschen Roten Kreuz am Sonntag. Demnach registrierten die Helfer in den vergangenen Jahren etwa 250 bis 300 Behandlungen nach fünf Tagen.

          Unwetterwarnungen für Sonntag

          Jede Hilfe zu spät kam für einen 55 Jahre alten Angler. Er ist am Samstag im Haselsee bei Babenhausen nahe Darmstadt ertrunken, wie die Polizei meldete. Er sei mit einem Bekannten angeln gewesen und habe sich anschließend noch allein im abgesperrten See abkühlen wollen. Er kam jedoch nicht mehr heraus. Die Suche mit einem Polizeihubschrauber blieb erfolglos. Erst am Sonntagmorgen entdeckten Mitglieder des Angelvereins die Leiche des Mannes.

          Mit der ganz großen Hitze ist es in den kommenden Tagen für Hessen jedoch vorerst vorbei. Der Deutsche Wetterdienst warnt für Sonntag vor schweren Gewittern mit Hagel und Orkanböen. Sogar Tornados seien nicht ausgeschlossen. Am Montag werden die Temperaturen laut Vorhersage dann nur noch vereinzelt die 30-Grad-Marke übertreffen.

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