https://www.faz.net/-gzg-90css

Hessen : Zahl der Sozialwohnungen sinkt

  • Aktualisiert am

Anonyme Nummern statt Klingelschildern: die Anzahl der Sozialwohnungen geht stark zurück. (Symbolbild) Bild: dpa

Mangelt es ohnehin an Wohnungen, fehlt es auch deutlich an verfügbaren Sozialwohnungen. Laut Umwelt- und Verbraucherministerin Hinz können auch zusätzliche Fördermittel diesen Mangel derzeit nicht kompensieren.

          1 Min.

          In Hessen gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Das ergab eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Hermann Schaus (Linke) an die für Wohnungsbau zuständige Ministerin Priska Hinz (Grüne). Demnach gab es im vergangenen Jahr im Land noch 93.207 Sozialwohnungen. Das sind über 7.000 weniger als ein Jahr zuvor.

          Die Ministerin erklärte den starken Rückgang damit, dass derzeit mehr Wohnungen aus der zeitlich befristeten Sozialbindung herausfielen, als neue gebaut würden. Die Wohnungen verlieren dann ihre Preisbindung. Dieser Effekt könne trotz einer erheblichen Ausweitung der Fördermittel nicht kompensiert werden, erklärte Hinz. Wie lange eine Wohnung in der Sozialbindung bleibt, hängt vom Förderungsprogramm ab; in der Regel sind es 20 Jahre, je nach Programm auch nur 15 oder 10 Jahre.

          Die niedrigere Zahl von Sozialwohnungen führt dazu, dass immer mehr Menschen mit Anspruch auf eine solche Wohnung trotzdem keine beziehen können. Gab es im November 2015 hessenweit noch 44.261 Personen, die keine entsprechende Wohnung erhalten hatten, waren es ein Jahr später schon 46.195.

          Weitere Themen

          Börsenglocke zum Geburtstag Video-Seite öffnen

          F.A.Z. wird 70 : Börsenglocke zum Geburtstag

          Nein, die F.A.Z. geht nicht an die Börse. Dass Werner D'Inka, seine Mit-Herausgeber und die Geschäftsführer die Eröffnungsglocke auf dem Frankfurter Parkett läuten durften, war ein Geschenk der Deutschen Börse zum 70. Geburtstag.

          Topmeldungen

          Angeklagter: Der 93 Jahre alte Bruno D. wird aus dem Gerichtssaal in Hamburg geschoben.

          Prozess um SS-Wachmann : Eine große Umarmung

          Im SS-Prozess in Hamburg sagt ein früherer Häftling des KZ Stutthof aus. Er berichtet von furchtbaren Taten und Erlebnissen. Und er will dem Angeklagten vergeben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.