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Arbeitslosenquote gestiegen : Mehr Jugendliche nach Schulende ohne Stelle

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Zulauf: Auch in Hessen gingen Jugendliche nach dem Schulabschluss zu Arbeitsagentur und Jobcenter - wie so oft aus diesem Anlass Bild: dpa

Viele Jugendliche haben im Sommer die Schule oder die Ausbildung beendet. Das lässt die Arbeitslosigkeit in Hessen steigen. Arbeitsmarktexperten sind dennoch zuversichtlich.

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          Das Ende des Schuljahres hat die Zahl der Arbeitslosen in Hessen im Juli nach oben getrieben. Zum Stichtag waren 169.305 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Frankfurt berichtete. Das waren knapp 5900 mehr als im Juni, aber auch fast 3700 weniger als im Vorjahresmonat.

          Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit sei für die Jahreszeit normal und werde bis spätestens September wieder rückläufig sein, erklärte die Direktionsgeschäftsführerin Bettina Wolf. Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe sei weiterhin sehr hoch.

          Die Arbeitslosenquote kletterte im Juli nach zwei Monaten erstmals wieder über die 5-Prozent-Marke auf 5,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Gesamtquote bei 5,3 Prozent gelegen.

          „Geringqualifizierte nachschulen“

          Die Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing mahnte eine Qualifizierungsoffensive in Hessen an. Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen seien An- und Ungelernte. „Jetzt kommt es darauf an, zu handeln und möglichst viel in die Nachqualifizierung von Geringqualifizierten zu investieren.“ Wegen der guten Konjunktur sei in der Arbeitslosenversicherung derzeit genügend Geld dafür vorhanden.

          Die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) forderte bessere Bedingungen für legale Beschäftigung. „Vor allem zu hohe Steuern und Beiträge verführen zur Schwarzarbeit“, warnte VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert. Zu hohe Lohnzusatzkosten verteuerten nicht nur legale Arbeitsplätze, sondern vergrößerten auch die Schere zwischen Brutto- und Nettoeinkommen der Arbeitnehmer. Pollert mahnte Reformen in der Sozialversicherung an, „um die Beiträge dauerhaft unter 40 Prozent halten zu können“.

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