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Hessen : Banzer: „Turbo-Abitur“ bleibt die Regel

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Banzer: „G8 bietet jungen Menschen ein Jahr mehr Zeit, um sich nach dem Abitur zu entwickeln.” Bild: dpa

Außer Integrierten Gesamtschulen können fortan auch kooperative Gesamtschulen das Abitur wieder nach 13 Jahren schreiben lassen. Kultusminister Banzer (CDU) hält aber an der verkürzten Gymnasialzeit von acht Jahren bis zum Abitur als Regelfall fest.

          Der geschäftsführende Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) hält an der verkürzten Gymnasialzeit von acht Jahren bis zum Abitur als Regelfall fest. Die Hochschulreife nach insgesamt zwölf Jahren Schule sei national und international Standard, sagte Banzer in einer Regierungserklärung am Mittwoch im Wiesbadener Landtag.

          Bei aller Kritik an G8 seien sich seinem Eindruck zufolge Schulen, Eltern und Verbände in Hessen einig, dass die Verkürzung sinnvoll sei: „G8 bietet jungen Menschen ein Jahr mehr Zeit, um sich nach dem Abitur persönlich wie beruflich zu orientieren und zu entwickeln.“

          Lehrpläne werden überarbeitet

          Der Justizminister Banzer amtiert als Nachfolger von Kultusministerin Karin Wolff, deren Einführung von G8 als ein Grund für die Stimmenverluste der CDU bei der Landtagswahl gilt. Banzer listete im Landtag noch einmal sein Maßnahmenpaket auf, um ab dem neuen Schuljahr die Belastung für G8-Schüler in der Mittelstufe zu senken. Dazu zählen eine Überarbeitung der Lehrpläne, eine Verlagerung von Stunden in die Oberstufe und der Ausbau der Ganztagsbetreuung. Das Ziel kleinerer Klassen in allen hessischen Schulformen könne erst mit dem Schujahr 2009/2010 erreicht werden, sagte der Minister.

          Kooperative Gesamtschulen dürften zwischen acht oder neun Jahren bis zum Abitur wählen. Für diese Wahl könnten sich die Schulen Zeit lassen, sagte Banzer. Sein Politik sei, möglichst viele Entscheidungen in die Hände der Schulgemeinschaft zu legen: „Schule weiß am besten, was der richtige Weg für sie ist.“

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