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Gießen : Säugling in Pappkarton: Keine Spur von Eltern

  • Aktualisiert am

In diesem Karton wurde der Säugling in Gießen ausgesetzt Bild: Staatsanwaltschaft

Von den Eltern des am Dienstag in Gießen ausgesetzten Säuglings fehlt weiter jede Spur. Die Staatsanwaltschaft hofft auf Zeugen. Das Baby war in einem Karton mit Wolken- und Meermotiv gefunden worden.

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          Die Polizei in Gießen sucht weiter mit Hochdruck nach den Eltern des Babys, das Anfang der Woche in einem Pappkarton ausgesetzt wurde. „Unser größtes Pfund ist derzeit der Appell an die Öffentlichkeit. Zeugen sollen sich bitte dringend melden“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

          Der Junge hatte am Dienstagmorgen im Hausflur eines Gießener Gebäudes gelegen, in dem soziale Einrichtungen untergebracht sind. Eine Angestellte hatte den in eine Decke gewickelten, nackten Säugling in einem blauen Karton entdeckt. Das Kind, das leicht unterkühlt war, ist inzwischen wohlauf und wird in einem Krankenhaus betreut.

          Suche nach Mutter in Vilbel bislang auch erfolglos

          Unterdessen hat die Polizei im nicht weit entfernten Bad Vilbel auch nach fast einem Jahr keine Spur von der Mutter eines getöteten Babys. Ein Massen-Gentest, mit dem dort nach der Frau gesucht wurde, hat bisher keinen Hinweis gebracht (Totes Baby von Bad Vilbel: Gentests helfen bei Suche nach Mutter nicht weiter).

          Mit dieser grauen Strickjacke war das Baby zugedeckt

          Mehr als 2300 Speichel-Proben von Frauen aus Bad Vilbel wurden untersucht - ohne Übereinstimmung mit der DNA der Mutter, wie die ein Polizeisprecher in Friedberg sagte. Das Baby war im Mai 2010 in Bad Vilbel tot in einem blauen Müllsack gefunden worden. Es war nach der Geburt vermutlich erstickt worden.

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