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Frau gesteht vor Gericht : Rattengift in Kaffee und Magentropfen gemischt

  • Aktualisiert am

Äußerst unbekömmliche Kaffee-Zutat: Rattengift Bild: dpa

Eine Frau aus Mittelhessen hat vor Gericht gestanden, ihrem Ehemann und der Schwiegermutter ihrer Tochter Rattengift untergemischt zu haben. Die alkoholkranke und offenbar eifersüchtige Angeklagte sagte, sie habe niemanden töten wollen.

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          Sie soll das Rattengift in Kaffeepulver und in Magentropfen gemischt haben - aus Eifersucht und im Streit. Eine Frau aus Mittelhessen hat vor Gericht gestanden, ihrem Ehemann und der Schwiegermutter ihrer Tochter die ungesunden Beigaben untergemischt zu haben.

          Das Mittel gab die 56 Jahre alte Frau aus Allendorf/Lumda laut Anklage im Juli 2010 in die Magentropfen ihres Mannes, außerdem verschickte sie den vergifteten Kaffee an das andere Opfer. Beide wurden allerdings misstrauisch - der Plan der Angeklagten scheiterte. Vor dem Landgericht in Gießen muss sich die Frau seit Freitag wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten.

          „Eine kleine Menge“ in die Magentropfen

          Die 56 Jahre alte Frau soll wegen Eheproblemen und im Streit um eine Enkelin zum Rattengift gegriffen haben. Das Kind hielt sich häufiger bei der anderen Großmutter auf. Ursprünglich stand versuchter Mord im Raum.

          Das Gift soll die Frau in ihrer Küche mit einer Kaffeemühle zerkleinert haben. „Eine kleine Menge“ soll sie dann in die Magentropfen des Mannes und etwa 50 Gramm in das Kaffeepulver gegeben haben. Der Mann nahm die Tropfen aber nicht ein - eine verdächtige braune Verfärbung machte ihn stutzig. Auch die Schwiegermutter der Tochter rührte ihr Paket nicht an, das sie „merkwürdig“ fand.

          Vor Gericht beteuerte die alkoholkranke Angeklagte, sie habe niemanden töten wollen. Sie sei froh, dass nichts passiert sei und bereue ihre Taten sehr.

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