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Feuerwerk : Der gefährliche Spaß zum Jahreswechsel

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Ballermann: Heute beginnt die Zeit der Raketen und Böller. Bild: DDP

Hessens Innenminister Banzer warnt vor Risiken und kündigt Kontrollen im Einzelhandel an. Beim vergangenen Jahreswechsel mussten Rettungssanitäter allein in Frankfurt in den ersten drei Stunden des neuen Jahres 16 Menschen behandeln, die von Feuerwerkskörpern verletzt wurden.

          Bei allem Verständnis für den Spaß an krachenden Böllern und bunten Raketen: Feuerwerk ist bei unsachgemäßem Gebrauch gefährlich. „Das Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht ist jedes Jahr ein schönes Ereignis. Wir wollen nicht, dass es zum Albtraum wird“, warnte der hessische Sozialminister Jürgen Banzer (CDU) am Montag in Wiesbaden. Die Wirkung der Feuerwerkskörper werde oft unterschätzt. Nicht selten komme es zu Schäden, aber auch zu schweren Verletzungen und sogar zu Todesfällen. Außerdem rieten Banzer und die hessische Tierschutzbeauftragte Madeleine Martin zur Rücksicht auf Haustiere.

          Beim vergangenen Jahreswechsel mussten Rettungssanitäter allein in Frankfurt in den ersten drei Stunden des neuen Jahres 16 Menschen behandeln, die von Feuerwerkskörpern verletzt wurden. Die Frankfurter Feuerwehr rückte 84 Mal aus. Hessenweit gab es in der Silvesternacht 2008/2009 zahlreiche Einsätze, weil Feuerwerkskörper Gebäude wie das Idsteiner Rathaus in Brand setzten oder Menschen verletzt hatten.

          Auf das Prüfsiegel achten

          Der Verkauf von Feuerwerkskörpern beginnt am Dienstag und endet am 31. Dezember. Banzer kündigte an, die Arbeitsschutzverwaltung werde verstärkt den Verkauf im Einzelhandel überwachen. Bei Stichproben vor einem Jahr wurden mehr als 700 Einzelhändler und Lager für Feuerwerkskörper kontrolliert und knapp 250 beanstandet – meist waren die Lagermengen im Verkaufsraum überschritten und Vorschriften zum Brandschutz nicht eingehalten worden.

          Für Haustiere ist die Silvesterknallerei Stress. Hunde und Katzen sollten daher zu Hause bleiben, riet die Tierschutzbeauftragte Martin. Herrchen und Frauchen sollten die ängstlichen Tiere nicht alleine lassen und vor allem selbst keine Knaller zünden. Martin riet auch dazu, Katzen schon vom Abend des 30. Dezember an nicht mehr aus dem Haus zu lassen. Die Tiere könnten sich vor Panik verlaufen, wenn es in ihrer Nähe knallt.

          Beim Kauf von Krachern sollte jeder darauf achten, nur geprüftes Feuerwerk zu erwerben. Das ist am Zeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zu erkennen. Vorsicht sei bei preiswerten Knallern geboten, die schwarz auf der Straße oder auf Flohmärkten verkauft werden. Selbstgebaute Böller seien verboten. Feuerwerkskörper der Klasse II dürfe zudem nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden.

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