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F.A.Z.-Umfrage : Wirtschaftskompetenz bleibt der Hessen-CDU

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Bild: F.A.Z.

Schwarz-Gelb liegt vorn: 31 Prozent der Hessen trauen Borussia Dortmund zu, in dieser Saison deutscher Fußballmeister zu werden. In der Landespolitik ist Schwarz-Gelb dagegen auf einem Abstiegsplatz.

          Rot-Grün hat bei den hessischen Wählern derzeit die absolute Mehrheit. Würde heute der Landtag gewählt, könnte die SPD mit 29 Prozent der Stimmen rechnen, und die Grünen kämen auf 23 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Rhein-Main-Zeitung und von Radio FFH.

          Demnach liegt die CDU bei 32 Prozent, für die FDP würden 5 Prozent der Wähler stimmen. Die Linke liegt bei 4 Prozent. Im Vergleich zur Landtagswahl im Januar 2009 hat die CDU fünf Prozentpunkte eingebüßt, und die FDP hat zwei Drittel ihrer Wähler von damals verloren. Die SPD verbessert sich um sechs Punkte, die Grünen legen um fast zehn Punkte zu.

          Wähler: Schäfer-Gümbel etwas sympathischer als Bouffier

          Etwas schwankend sind die Hessen in ihrem Urteil über ihre Spitzenpolitiker: Sie finden den SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel etwas sympathischer als Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), aber es ist ihnen wohler, Bouffier in der Staatskanzlei zu wissen. Nach erst 75 Tagen im Amt haben sie sich allerdings noch kein klares Bild von ihm gemacht: 38 Prozent finden, Bouffier mache seine Sache als Regierungschef gut, aber ebenfalls 38 Prozent wissen das noch nicht so recht. 24 Prozent sind von seiner bisherigen Leistung nicht überzeugt. Am beliebtesten ist der Grünen-Vorsitzende Tarek Al-Wazir (siehe Grafik).

          So richtig zufrieden sind die Hessen weder mit der Landesregierung noch mit der Opposition. Wenn sie Noten zwischen plus fünf und minus fünf vergeben sollen, beurteilen die Befragten die Arbeit der Landesregierung mit minus 0,4, die Opposition schneidet mit plus 0,1 (SPD) und plus 0,2 (Grüne) ab. Die Linke verfehlt das Klassenziel mit minus 2,3. Gefragt, ob sie den Grünen zutrauen, die Landesregierung zu führen und den Ministerpräsidenten zu stellen, sagen 59 Prozent „nein“ und 37 Prozent „ja“. Wie fast schon üblich, schreiben die Hessen der CDU die größte Wirtschaftskompetenz zu, während die SPD bei Bildung und Familie besser abschneidet (siehe Grafik). Auffallend ist, dass die anderen Parteien hier unter „Ferner liefen“ rangieren, nur in der Bildungspolitik haben die Grünen etwas auf sich aufmerksam gemacht.

          Leichter wirtschaftlicher Optimismus

          Das gewohnte Bild bietet sich auch, wenn die Hessen über die wirtschaftliche Lage nachdenken: Die allgemeine Situation wird schlechter beurteilt als die persönliche. Nur 37 Prozent empfinden die wirtschaftliche Gesamtlage in Hessen als gut, aber jeder Zweite (50 Prozent) ist mit der eigenen Situation zufrieden. Und es wird noch besser: 53 Prozent erwarten, dass es wirtschaftlich „eher aufwärts“ gehen werde.

          Bleibt die Frage nach dem deutschen Fußballmeister. Da liegt Borussia Dortmund nicht nur in der Tabelle vorn, sondern auch bei den Erwartungen der Hessen. 31 Prozent meinen, der schwarz-gelbe Klub von Trainer Klopp werde am Ende ganz oben stehen. 15 Prozent glauben, Bayern München werde wieder Meister - und je 7 Prozent trauen das Eintracht Frankfurt oder Mainz 05 zu.

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