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Erntedankfest : Mittlere Ernte trotz extremer Witterung

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Maisernte: Das warme Oktoberwetter nutzen die Landwirte bei Hofgeismar. Bild: DPA

Die hessischen Landwirte haben in diesem Jahr weniger Feldfrüchte geerntet als im Durchschnitt, dafür aber gute Preise erzielt.

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          Die hessischen Landwirte haben in diesem Jahr weniger Feldfrüchte geerntet als im Durchschnitt, dafür aber gute Preise erzielt. Wie der Hessische Bauernverband am Donnerstag in Erbach berichtete, fielt die Gesamterntemenge bei Getreide mit 2,118 Millionen Tonnen um drei Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Damit sei der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre knapp verfehlt worden.

          Die Getreidepreise hätten sich in den vergangenen Wochen erfreulicherweise positiv entwickelt, sagte gestern der stellvertretende Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes, Hans Hermann Harpain. Die guten Preise würden aber nur dort erzielt, wo gute Qualitäten geerntet würden und jetzt verkauft werden könnten. Aktuell erhielten die Bauern rund 190 Euro für die Tonne Brotweizen. Zu Beginn der Ernte habe der Weizenpreis im Bundesdurchschnitt gerade mal bei 110 Euro gelegen. Allerdings hätten die Landwirte Kostensteigerungen hinnehmen müssen, weil die Ernte unter erschwerten Bedingungen eingefahren worden sei und weil danach Trocknungskosten entstanden seien. Ohnehin wuchsen laut Harpain die Feldfrüchte in diesem Jahr unter extremen Bedingungen. Zu Beginn der Vegetationsperiode sei es nach dem harten Winter zu kalt gewesen, dann zu trocken und zum Zeitpunkt der Ernte viel zu nass. Harpain zufolge sanken die durchschnittlichen Einkommen der hessischen Bauern im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2009/2010 um rund zehn Prozent.

          Am Sonntag feiert der Bauernverband sein Landeserntedankfest um 14 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Erbach im Odenwald. Predigen wird Cordelia Kopsch, die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten von Hessen und Nassau.

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