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Streit um Landgestüt : Al-Wazir macht Dillenburgern neuen Mut

  • Aktualisiert am

Zukunft unklar: Landgestüt in Dillenburg Bild: dpa

Umweltministerin Hinz (Die Grünen) will das Landgestüt in Dillenburg schließen - ihr Parteifreund Al-Wazir öffnet ein Hintertürchen. Zumindest kommen Aussagen des Ministers in Dillenburg so an.

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          Nach den jüngsten Aussagen des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir (Die Grünen) hofft die Stadt Dillenburg wieder auf eine Zukunft für das dortige Landgestüt. „Grundsätzlich freuen wir uns, dass der Minister Bereitschaft zeigt, über das Gestüt zu reden“, sagte Stadtsprecherin Anja Graser. „Das zeigt eine gewisse Chance, das noch nicht alles entschieden ist.“ Erstaunt sei man allerdings über die Äußerung, dass sich die Stadt geweigert habe, eigene Flächen zur Verfügung zu stellen.

          Al-Wazir hatte im Sommerinterview des hr-Fernsehens gesagt, Dillenburg habe es abgelehnt, für die Pferde ausreichend Weideland zur Verfügung zu stellen. „Wir müssen die Tierschutzgesetze einhalten. Wenn uns die Stadt erklärt, dass sie bereit dazu ist, dann kann man darüber reden.“ Seine Parteikollegin, Umweltministerin Priska Hinz, hatte im Juli die Schließung des Gestüts angekündigt und mit Sorge um das Tierwohl begründet.

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          Der Dillenburger Bürgermeister Michael Lotz (CDU) schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Ich finde, wir sind auf einem guten Weg in der Diskussion“. Am Dienstag will die Stadt Dillenburg erste Auszüge aus einem Gutachten über artgerechte Pferdehaltung auf dem Gestüt vorstellen. Sie befürchtet im Fall der Gestütsschließung negative Folgen vor allem für den Tourismus in Stadt und Region.

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