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Deutscher Fernsehkrimi-Preis : Hauch von Glamour und 1000 Liter Wein

  • Aktualisiert am

Gewinner-Film „Spuren des Bösen“: Schauspieler Ulrich Tukur (Mitte) überreicht den Fernsehkrimi-Preis an Produzent Josef Aichholzer (r.) und Redakteur Wolfgang Feindt (l.). Bild: dpa

Bei einer eher rustikalen Gala wurde der Deutsche Fernsehkrimi-Preis verliehen. Sieger ist eine ZDF-Produktion mit Heino Ferch in der Hauptrolle. Dieser war zwar nicht da, aber sein Kollege Ulrich Tukur versprühte gute Laune.

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          Vom Glitzerimage der Filmbranche ist die Verleihung des Deutschen Fernsehkrimi-Preises in Wiesbaden am Freitagabend ziemlich weit entfernt: Die Gäste knabbern Popcorn und trinken Wein oder Bier im Kino Caligari. Es singt die eher unbekannte A-Capella-Gruppe HardChor aus Heidelberg. Und die Gewinner kriegen kein Geld, aber 1000 Liter Wein.

          Für einen Hauch von Glamour sorgt der Schauspieler Ulrich Tukur, der Schirmherr der Veranstaltung. Ihm gefällt die rustikale Gala in der Innenstadt der hessischen Landeshauptstadt. „Es ist hier überschaubar und nicht so fett“, sagt er und liefert sich gut gelaunt einen Schlagabtausch mit Moderatorin Bärbel Schäfer. Dabei erzählt er, als Kind habe er Fischverkäufer werden wollen. „Aber ich habe nach einer Zeit beim Angeln keine Fische mehr gefangen, da habe ich es gelassen.“ Am Ende der Gala gratuliert er noch den Siegern.

          Ehre und 1000 Liter Wein

          „Spuren des Bösen - Zauberberg“ heißt der ZDF-Film, der mit dem Deutschen Fernsehkrimi-Preis ausgezeichnet wird. Der Redakteur und der Produzent nehmen den Preis entgegen. Dieser ist nicht dotiert - außer der Ehre und einer Skulptur bekommt das Produktionsteam aber noch die 1000 Liter Wein.

          Schauspieler Heino Ferch spielt in dem Psychodrama, das von der Jury als „in jeder Hinsicht ein Kleinod“ beschrieben wird, die Hauptrolle. Er ist jedoch nicht nach Wiesbaden gekommen. Der Film erzählt die Geschichte von der Entführung eines Kindes, Ferch spielt einen Psychologen. Regie führte Andreas Prochaska, das Drehbuch schrieb Martin Ambrosch.

          Um den Preis, der zum zehnten Mal verliehen wird, konkurrierten zehn TV-Krimis, darunter drei Filme der „Tatort“-Reihe. Die Vorauswahl hatte eine Jury, zu der auch eine Mitarbeiterin des hessischen Landeskriminalamts gehört, unter 60 Produktionen getroffen.

          Mit dem Publikumspreis wird die Sat.1-Produktion „Nichts mehr wie vorher“ des Regisseurs Oliver Dommenget ausgezeichnet. Die zwei Sonderpreise für herausragende Leistungen holen sich der Drehbuchautor Sascha Arango („Tatort - Borowski und der Engel“, NDR) und der Schauspieler Hans-Jochen Wagner („Polizeiruf 110 - Der Tod macht Engel aus uns allen“, BR). „Sonst werden eigentlich immer nur meine Filmpartnerinnen ausgezeichnet. Jetzt bin ich endlich mit ihnen auf Augenhöhe“, scherzt Wagner.

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