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CDU-Fraktionschef im Landtag : Boddenberg: Pegida ist Zeichen fehlender Erklärungen

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„Wir müssen noch stärker mit den Menschen ins Gespräch kommen“: der CDU-Fraktionschef im hessischen Landtag, Michael Boddenberg Bild: Röth, Frank

Die Politik müsse den Menschen komplexe Themen besser erklären. Dies schließt der CDU-Fraktionschef im hessischen Landtag, Michael Boddenberg, aus dem großen Zulauf für die Pegida-Märsche.

          Der Zulauf zur Pegida-Bewegung ist nach Ansicht des hessischen CDU-Fraktionschefs Michael Boddenberg eine Aufforderung an Politiker, mehr auf die Menschen zuzugehen. Bei den Protesten gehe es nicht nur um den Islam, sie seien Anzeichen von Unzufriedenheit mit zahlreichen aktuellen Entwicklungen, sagte Boddenberg der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Dies hänge auch damit zusammen, dass die politischen Fragestellungen zunehmend komplexer würden - wie beispielsweise die Euro-Krise.

          „Die Politik muss sehr viel mehr und besser informieren“, sagte Boddenberg. „Wir müssen noch stärker mit den Menschen ins Gespräch kommen.“ Deutschlandweit gebe es Tausende Politiker, „die das als ihre wichtigste Aufgabe sehen“.

          Der CDU-Fraktionschef forderte die Bürger auf, ihrerseits auf die Politiker zuzugehen und ihre konkreten Probleme zu schildern. Dann lasse sich am ehesten eine Lösung finden. Er habe die besten Erfahrungen im direkten Kontakt mit den Bürgern gemacht. Dies sei eine selbstverständliche und tägliche Aufgabe für jeden Politiker.

          Bei der Beurteilung der Pegida-Demonstrationen müsse klar unterschieden werden zwischen den Menschen, die mitliefen, und den Organisatoren. Unter Letzteren seien Rechtsextremisten, die „völlig indiskutable“ Ansichten verträten, sagte Boddenberg.

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