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Betrug bei Arbeitszeit : Wer nicht stempelt, fliegt

  • Aktualisiert am

Minutengenau: Wer bei der Stechuhr trickst, kann unter Umständen seinen Arbeitsplatz verlieren. Bild: dpa

Weil ein Mann seine Pausenzeit als Arbeitszeit abrechnete, ist er nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos entlassen worden. Das sei gerechtfertigt, urteilte das Landesarbeitsgericht in Frankfurt.

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          Hier ein paar Minuten, da ein paar Minuten: Es waren nur dreieinhalb Stunden über sechs Wochen verteilt, die ein Mann mehr abrechnete, als er gearbeitet hatte. Dennoch verlor er seinen Job. Das Landesarbeitsgericht Frankfurt hat am Dienstag entschieden: Die fristlose Kündigung des Mitarbeiters war rechtmäßig.

          Der 46 Jahre alte Mann war 25 Jahre in der Großmetzgerei beschäftigt gewesen. Doch selbst diese Tatsache konnte seinen Arbeitsplatz nicht retten. Der Familienvater erschlich sich die Bezahlung der dreieinhalb Stunden Pausenzeit, indem er den Chip der Zeiterfassung mit seiner Geldbörse und der Hand verdeckte. Dadurch sei das Vertrauen des Arbeitgebers in den langjährigen Angestellten verloren gegangen, befand das Gericht. Das Arbeitsgericht war als Vorinstanz bereits zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Der Mann hatte jedoch Widerspruch gegen das Urteil eingelegt.

          Laut Landesarbeitsgericht gibt die Stechuhr bei richtiger Benutzung einen Piepton ab. Ein Versehen des Klägers könne aus diesem Grunde ausgeschlossen werden, hieß es in einer Mitteilung. Dem Mann sei demnach bewusst gewesen, dass das Abdecken erfolgreich war.

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