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"Bestenauslese" : Acht neue Loewe-Projekte

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Das Zentrum zur Zell- und Gentherapie, das federführend an der Universität Frankfurt angesiedelt ist, ist eines der acht neuen Loewe-Projekte Bild:

Hessen gibt 46 Millionen Euro für die Forschung aus und fördert mit dem Geld acht neue Forschungsprojekte.

          Acht neue Forschungsprojekte werden in Hessen mit Geld aus der Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (Loewe) von Januar 2011 bis Dezember 2013 gefördert. Die größte Einzelförderung mit 16,2 Millionen Euro erhält das neue Zentrum zur Zell- und Gentherapie, das federführend an der Goethe-Universität Frankfurt angesiedelt ist, die dafür mit dem Frankfurter Georg-Speyer-Haus und dem in Bad Nauheim ansässigen Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung und weiteren Partnern kooperiert. Durch deren Grundlagenforschung und klinische Programme soll ein Zentrum für Gen- und Zelltherapie in Hessen entstehen.

          Eine zweite Förderlinie unterstützt sieben Projekte als Schwerpunkte der Disziplinen Medizin, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Informatik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Dazu zählen das mit 4,5 Millionen Euro geförderte Projekt „Insektenbiotechnologie“, das die Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Universität Frankfurt betreiben wird. Ebenfalls an der Gießener Universität, im Verbund mit der Universität Marburg, der Fachhochschule Gießen-Friedberg und weiteren Partnern wird die Unfruchtbarkeit von Männern aufgrund von Infektionen und Entzündungen untersucht, dafür stehen 4,3 Millionen Euro zur Verfügung.

          Fördergelder für die Hirnforschung

          An der Frankfurter Universität und gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt, dem Freien Deutschen Hochstift und dem Städel Museum sollen „Digital Humanities“mit 3,8 Millionen Euro die digitale Erschließung geisteswissenschaftlicher Methoden und Dokumente installieren und erforschen. Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt wird die Goethe-Universität mit dem Frankfurt Institute for Advanced Studies (Fias) und weiteren Partnern den Forschungsschwerpunkt „Neuronale Koordination“ bilden; 4,3 Millionen Euro sollen unter anderem für Forschung an Hirnfunktionen und Dysfunktionen wie Autismus oder Epilepsie verwendet werden. Rund vier Millionen Euro erhalten die TU Darmstadt und ihre Partner, die Universität und Fachhochschule Frankfurt, um gemeinsam „Dynamische und nahtlose Integration von Produktion, Logistik und Verkehr“ zu erforschen, was unter anderem die Dynamik des Güterverkehrs in zunehmender Globalisierung betrifft.

          Ebenfalls an der TU Darmstadt zusammen mit der Universität Kassel angesiedelt ist das Projekt „Kooperative Sensorkommunikation“, das sich mit der weiteren Vernetzung der drahtlosen Kommunikation befasst und 4,5 Million Euro Fördergeld erhält. Der Polymerforschung an Grenzflächen widmet sich das Projekt „Soft Control“, das die TU mit dem Deutsche Kunststoff-Institut und der Hochschule Darmstadt mit Hilfe für 4,5 Millionen Euro bearbeiten wird.

          „Bestenauslese“ ausschlaggebend

          Insgesamt hatten sich vor einem Jahr 23 Projekte und Zentren um die dritte Staffel des Loewe-Projekts beworben, zwei Zentren und zwölf Schwerpunkte waren in die engere Wahl gekommen. Derzeit läuft schon die Vorauswahl für die vierte Laufzeit. Ausschlag habe eine „Bestenauslese“ gegeben, sagte Staatssekretär Gerd Krämer, Vorsitzender der Loewe-Verwaltungskommission, nach der gestrigen Sitzung des Gremiums. Die Projekte wurden von externen Gutachtern bewertet, dem Programmbeirat von Loewe steht der Neurologe und ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Karl Max Einhäupl, vor. Wie Krämer zeigte er sich erfreut über die Entwicklung der Loewe-Initiative, deren Besonderheit darin liege, die Projekte dauerhaft an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu verankern.

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