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Bericht : Hohes Armutsrisiko in Nordhessen

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Suppenküche: Der Paritätische Wohlfahrtsverband sieht die Zahl der Bedürftigen steigen, viele sind auf die warmen Mahlzeit angewiesen, die soziale Organisationen austeilen. Bild: dpa

Reicher Süden und armer Norden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat das Armutsrisiko in Hessen berechnet und sieht dabei starke regionale Unterschiede.

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          In Hessen gibt es nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbands ein klares regionales Gefälle zwischen Arm und Reich. Während in Nordhessen fast 17 Prozent der Menschen als arm gelten, liegt die Quote im Rhein-Main-Gebiet bei gut 12 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Donnerstag veröffentlichter Armutsbericht des Verbands.

          Ein weiteres Ergebnis: Das Armutsrisiko der Hessen ist seit 2010 gestiegen. Während damals nur 12,1 Prozent der Menschen betroffen gewesen seien, sei der Anteil auf 13,7 Prozent angewachsen. Das entspricht rund 830.000 Menschen. Der Verband definiert Menschen als arm, wenn in sie weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens pro Haushalt zur Verfügung haben. Die für die Studie ausgewerteten Daten stammen aus dem Jahr 2013.

          Im Bundesvergleich steht Hessen jedoch gut dar. Nur in Bayern und Baden-Württemberg ist das Armutsrisiko geringer. Der bundesweite Durchschnitt liegt mit 15,5 Prozent 1,8 Prozentpunkte höher als in Hessen. Der überdurchschnittliche Wert in Nordhessen und der starke regionale Unterschied bereiten dem Paritätischen Wohlfahrtsverband jedoch Sorgen. Der hessische Landesgeschäftsführer Günter Woltering nannte die regionalen Unterschiede erschreckend. Er verlangte unter anderem höhere Hartz IV-Sätze und eine bessere Grundsicherung im Alter.

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