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Art Directors Club : Kreativität eint die Region

Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU): Sieht große Chance, die Region als Zentrum der Kreativwirtschaft zu positionieren Bild: Frank Röth

Das Festival des Art Directors Club ist so etwas wie eine deutsche Meisterschaft in Kreativität. Den Kreativ-Gipfel auszurichten ist eine Ehre, die viele Städte gerne gehabt hätten. Bekommen hat sie nun Frankfurt, aber nicht allein, sondern gemeinsam mit der Region und dem Land Hessen.

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          Das Festival des Art Directors Club ist so etwas wie eine deutsche Meisterschaft in Kreativität. Die Zahl der Disziplinen ist kaum geringer als die bei Olympischen Spielen. Die Beiträge, die zu diesem Wettbewerb eingereicht werden, wecken Neugierde und ziehen viele Besucher auch aus dem Ausland an. Den Kreativ-Gipfel mit seinen Fach- und Publikumsveranstaltungen auszurichten ist daher eine Ehre, die viele Städte gerne gehabt hätten. Bekommen hat sie nun Frankfurt, aber nicht allein, sondern gemeinsam mit der Region und dem Land Hessen. Von 2010 an soll die Veranstaltung drei Jahre hintereinander im Rhein-Main-Gebiet stattfinden.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Unterstützung der Bewerbung war so breit wie selten bei einem Vorhaben, das die gesamte Region einbezieht. Eine große Chance, sie als Zentrum der Kreativwirtschaft zu positionieren, sieht Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Ihr Ministerium wird zum Festival einen Tag der offenen Tür der Kreativhochschulen Hessens mit 100.000 Euro unterstützen. Wie hoch der Gesamtetat der Veranstaltung ist, lässt sich offenbar noch nicht beziffern. Aber die Frankfurter Wirtschaftsförderung, die Messe und die Stadt werden sowohl Personal als auch Veranstaltungsräume in erheblichem Umfang zur Verfügung stellen.

          „Schwergewicht“ unter den Kommunikationsstandorten

          Unterstützung sicherte auch Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) zu. Staatssekretär Steffen Saebisch (FDP) äußerte, durch das Festival würden weitere Kreative in die Region gelockt. Saebisch wies auf die wachsende Bedeutung der Branche hin, die mit mehr als 22 Milliarden Euro Jahresumsatz einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis der hessischen Wirtschaft leiste.

          Die große Strahlkraft der Veranstaltung hob Hartmut Schwesinger für die regionale Wirtschaftsförderung hervor. Und Annegret Reinhardt-Lehmann von der Wirtschaftsinitiative Rhein-Main äußerte sich erfreut, das es gelungen sei, ein Thema zu finden, das die Region zusammenführe. Die Region Frankfurt sei eines der „Schwergewichte“ unter den deutschen Kommunikationsstandorten, sagte der Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen, Ralf Nöcker.

          Kreatives Zentrum

          Die Möglichkeit, den Blick auf die weniger bekannten Angebote in der Region zu richten, sieht man vor allem in Offenbach. Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) und der Präsident der Hochschule für Gestaltung, Bernd Kracke, freuen sich über die Gelegenheit, den Hafen, der in Zukunft auch die Hochschule beherbergen soll, als kreatives Zentrum präsentieren zu können. Denn allein in Offenbach gebe es etwa 1.000 Firmen mit rund 4.000 Mitarbeitern, die der Kreativwirtschaft zuzurechnen seien.

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