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Arbeitsbedingungen : Mit Familienfreundlichkeit gegen Ärztemangel

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Bild: F.A.Z.

Dem Mangel an Ärztenachwuchs an Krankenhäusern kann vor allem mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen begegnet werden. Dies sagte Jürgen Schölmerich, der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin, in Wiesbaden.

          Dem Mangel an Ärztenachwuchs an Krankenhäusern kann nach Ansicht des Mediziners Jürgen Schölmerich vor allem mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen begegnet werden. Für den Nachwuchsmangel gebe es viele Gründe, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden.

          Andere Lebensentwürfe, die mehr Wert auf Freizeit und Familie legte, spielten wohl eine wesentliche Rolle. Zudem seien in einigen Kliniken bis zu 70 Prozent der Assistenzärzte Frauen. Krankenhäuser müssten sich daher um eine Kinderbetreuung bemühen (Ärztemangel: Rösler fordert attraktivere Arbeitsmodelle an Krankenhäusern).

          Neben dem Ärztemangel gebe es für die Universitätskrankenhäuser noch das Problem, dass weniger junge Ärzte Interesse an der Forschung entwickelten. Das Problem kann nach Ansicht Schölmerichs nur gelöst werden, wenn es gelingt, genug Zeit für die Forschung zu reservieren. Er schlug dazu Freistellungen von klinischen Verpflichtungen vor.

          Informationen über Karriereplanungen und Frauenförderung

          Schölmerich ist auch Präsident des Internistenkongresses, der vom Samstag bis zum kommenden Mittwoch in Wiesbaden tagt. Dazu werden wie in den vergangenen Jahren etwa 8000 Mediziner erwartet. Der Kongress bietet speziell für Studenten und junge Ärzte Informationen und Hilfen an, darunter Treffen mit Mentoren, Informationen über Karriereplanungen und Frauenförderung in der Inneren Medizin, aber auch Vorträge wie „Der erste Nachtdienst“.

          Am Samstag bieten die Internisten parallel zur Eröffnung des Kongresses in Wiesbaden einen Patiententag an. Laien können sich Vorträge etwa über entzündlich-rheumatische Erkrankungen und Schlafstörungen anhören. Wichtige Themen des Kongresses selbst sind unter anderem Infektionen, die Intensiv- und Notfallmedizin und bildgebende Untersuchungsverfahren.

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