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Frost und Nebel : Winterdienst in den Startlöchern

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Ein Straßenwärter schaufelt Streusalz auf den riesigen Berg, der für den kommenden Winter eingelagert ist. Die Temperaturen sinken und die Gefahr von Bodenfrost und Schnee steigt. Bild: dpa

Der erste Schnee fiel in Hessen bereits in der Nacht zum Samstag und am Sonntagmorgen warnte der Deutsche Wetterdienst vor Frost. Der hessische Winterdienst sitzt bereits in den Startlöchern.

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          Die Temperaturen sinken und die Gefahr von Bodenfrost und Schnee steigt. Auch auf Hessens Straßen könnte es in den kommenden Tagen glatt werden. Der Winterdienst sitzt in den Startlöchern. „Der Winter ist eine Jahreszeit, die nicht überraschend auf uns zukommt“, sagte der Präsident der zuständige Landesbehörde Hessen Mobil, Gerd Riegelhuth. Selbstverständlich sei man vorbereitet. „Alle Salzlager sind gefüllt.“ Hessen Mobil ist landesweit für den Winterdienst auf rund 16.200 Kilometern Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen verantwortlich. Innerstädtisch organisieren dies die Kommunen.

          Um im Ernstfall rechtzeitig streuen zu können, setzt die Behörde nach eigenen Angaben auf ein Informationssystem des Deutschen Wetterdienstes und rund 80 Glättefrüherkennungssysteme im hessischen Straßennetz. Hierbei würden Untergrund- und Lufttemperatur sowie Luft- und Fahrbahnfeuchte gemessen.

          120.000 Tonnen Salz

          Die rund 60 Autobahn- und Straßenmeistereien benötigen nach Angaben von Hessen Mobil in einem durchschnittlichen Winter rund 120.000 Tonnen Salz. Genau diese Menge sei derzeit auch in den Silos und auf den Halden gelagert. Das entspreche der Ladung von rund 4900 Lastzügen. Für den Winterdienst seien knapp 1500 Mitarbeiter mit 500 Fahrzeugen im Notfall rund um die Uhr einsatzbereit.

          Am Samstagmorgen fiel in Hessen der erste Schnee der Saison. Acht Zentimeter wurden auf der Wasserkuppe in Gersfeld gemessen. Im Laufe des Tages schmolz die dünne Schneedecke auf Hessens höchstem Berg in der Rhön aber schon um die Hälfte. In den Frühstunden am Sonntag und der Nacht zum Montag meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) gebietsweise Nebel mit Sichten teilweise unter 150 Metern. Der nächste Schnee könnte in Hessen schon am Dienstag in Hochlagen rieseln, so der DWD.

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