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Lehrermangel an Grundschulen : Längst nicht jeder Pensionär will wieder unterrichten

  • Aktualisiert am

Will Pensionäre in die Grundschulen lotsen: Ralph Lorz, Kultusminister Hessens Bild: Wolfgang Eilmes

Weil es in Hessen an Grundschullehrern mangelt, hat das Land 2180 Pädagogen angeschrieben, davon rund 1600 Ruheständler. 300 von ihnen haben geantwortet.

          Das Kultusministerium will wegen des Lehrermangels an Hessens Grund- und Förderschulen Pensionäre reaktivieren. Bisher hätten sich rund 300 Pädagogen auf den Brief von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) gemeldet, teilte das Ministerium am Montag in Wiesbaden mit. Insgesamt hatte Lorz seit Januar  2180 Pädagogen angeschrieben, davon rund 1600 Ruheständler.

          Auch Lehrern kurz vor der Rente sollte so ein längerer Dienst an den Schulen schmackhaft gemacht werden. Von den 300 Rückmeldungen seien nicht alle positiv gewesen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Wie viele Lehrer wieder an die Schule zurückkehren wollten, ließe sich derzeit nicht genau sagen.

          Der Geschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Märtin, bezeichnete dies als „wenig verwunderlich“. „Viele Lehrer sind einfach froh, in den Ruhestand gehen zu können“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Sie wollen nicht die Troubleshooter für eine verfehlte Einstellungspolitik sein.“

          Bei der GEW hätten sich nur einige wenige Pensionäre nach den genauen Arbeitsbedingungen erkundigt. Lorz hatte den Pädagogen einen befristeten Arbeitsvertrag sowie eine höhere Entlohnung als die ursprüngliche tarifvertragliche Einstufung in Aussicht gestellt.

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