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Kutten-Aufnäher verboten : Kontrolldruck auf Rocker-Szene hoch halten

  • Aktualisiert am

Verboten: Aufnäher der Red Devils Bild: dpa

Rocker aus verbotenen Gruppierungen dürfen ihre Aufnäher fortan nicht mehr zeigen. In Hessen gilt das für 23 sogenannte Chapter oder Charter.

          Hessen will nach dem Symbolverbot für Rocker-Kutten den Kontrolldruck auf die Szene hoch halten. „Geflügelte Totenköpfe und schwer bewaffnete, Sombrero tragende Comicfiguren sind keine Symbole einer Passion für Motorräder, sondern Insignien der Organisierten Kriminalität und werden von Hessens Straßen verschwinden“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden. Für Rocker aus verbotenen Gruppierungen gelte mit der vom Bundestag beschlossenen Änderung des Vereinsgesetzes, dass ihre Aufnäher nun der Vergangenheit angehören.

          Die hessische Polizei werde das Verbot mit aller Konsequenz durchsetzen, betonte der Innenminister. In den Regionen mit Sitz der Gruppierungen würden die Beamten genau auf die Einhaltung der neuen Verbotsregeln achten. Die Aufnäher seien nichts anderes als Leistungsabzeichen für Kriminelle, die unter dem Deckmantel des freizeitorientierten Bikers für schwere Straftaten verantwortlich sind. Die Symbole ständen zudem für „die Verachtung des Staates und seiner Regeln“.

          In Hessen fallen nach Angaben des Innenministeriums 23 sogenannte Chapter oder Charter der Rockergruppen Hells Angels Motorcycle Club (MC), Bandidos MC, Gremium MC und Red Devils MC unter die neue Regelung. Diese hätten insgesamt etwa 365 Mitglieder.

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