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Elf weitere Todesfälle : Hessen meldet weniger als 100 neue Corona-Infektionen

Andrang: Frauen und Männer in einer Schlange vor einem Corona-Testzentrum in Frankfurt im März Bild: Helmut Fricke

In Hessen sind mittlerweile etwa 3800 Personen von ihrer Corona-Infektion genesen, wie das Robert-Koch-Institut mitteilt. Der prozentuale Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen bleibt überschaubar. Auch die absolute Zahl ist niedrig.

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          Die Zahl der von einer Coronavirus-Infektion genesenen Personen in Hessen ist von Ostermontag auf Dienstag um etwa 200 gestiegen. Das meldet das Robert-Koch-Institut. Demnach haben rund 3800 Frauen und Männer ihre Erkrankung hinter sich. Seit Beginn der Aufzeichnungen zu Anfang März haben die Gesundheitsämter 6179 bestätigte Infektionen gemeldet. Dies folgt aus dem neuen Corona-Bulletin des Hessischen Sozialministeriums. Demnach sind zuletzt 86 Fälle binnen Tagesfrist hinzu gekommen. Dies entspricht einem Anstieg von 1,4 Prozent. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen und Wochen ist das ein niedriger Wert.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Zahl der Todesopfer ist ebenfalls weiter gestiegen. Laut Bulletin sind nunmehr 147 Corona-Tote zwischen Nordhessen und dem südlichen Odenwald zu beklagen. Das sind elf mehr, als am Vortag bekanntgeworden waren. Dadurch hat sich das Verhältnis zwischen den Zahlen der Genesenen einerseits und den Opfern andererseits leicht verschlechtert. Derzeit gibt es gut 25 Mal so viele Genesene wie Todesfälle, an Ostermontag waren es noch 27 Mal so viele.

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          Die meisten Infektionen seit Anfang März sind in Frankfurt gemeldet worden: 862. 166 davon gehen nach Angaben des Landes auf die vergangenen sieben Tage zurück. Das ist der höchste Wert in ganz Hessen. Den niedrigsten Wert weist der Rheingau-Taunus-Kreis mit ganzen drei Neuinfektionen auf, gefolgt von der Stadt Offenbach mit sechs und dem Kreis Gießen mit acht. Auffällig: Für diese Nachbarstadt von Frankfurt sind bisher überhaupt erst 54 Corona-Erkrankungen bekanntgeworden.

          Vor diesem Hintergrund kommt der Rheingau-Taunus auf die geringste sogenannte Inzidenz, also die geringste Fallzahl unter 100.000 Einwohnern, bezogen auf die vergangenen sieben Tage. Sein Wert beträgt 1,6. An zweiter Stelle folgt der Kreis Gießen mit drei vor der Stadt Offenbach mit 4,6. Der Wert für Frankfurt liegt bei knapp 22.

          Neues Auswertungstool

          Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte zuvor mit Stand 8.15 Uhr für ganz Hessen 6183 bestätigte Infektionen gemeldet, darunter 69 neu registrierte Fälle, sowie ebenfalls 147 Todesfälle, elf mehr als vom Land an Ostermontag verlautbart. Es werden nach Angaben des Instituts nur Fälle veröffentlicht, bei denen eine labordiagnostische Bestätigung vorliegt. Wie schwer die Patienten erkrankt sind, spielt demnach dabei keine Rolle.

          Das Land teilt dazu mit, Ursachen der unterschiedlichen Daten seien „verschiedene Auslesezeitpunkte sowie die Verwendung eines geänderten Auswertungs-Tools durch das RKI". Hessen werde seine Erhebung auf dieses Tool umstellen.

          Wie das RKI weiter anmerkt, vergeht naturgemäß zwischen dem Eingang des Testergebnisses, der Meldung der Daten auf elektronischem Wege und ihrer Bekanntgabe Zeit. Dies erkläre bisweilen im Vergleich mit anderen Quellen die Unterschiede bei den Daten. Zuletzt traf dies an Ostermontag zu, als das Land Hessen weniger Infektionen meldete als das RKI.

          Leichte Abweichungen

          Das Sozialministerium veröffentlicht täglich eine detaillierte Übersicht der Corona-Entwicklung, aufgeschlüsselt nach Landkreisen und kreisfreien Städten. Es bezieht sich dabei auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts und des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium Gießen. Das Landesamt verfügt somit immer über etwas neuere Zahlen als das RKI.

          Dies erklärt, weshalb das RKI regelmäßig weniger bestätigte Infektionen meldet, die seit Beginn der Aufzeichnungen aufgelaufen sind, als das Ministerium. Der Ostermontag bildete dabei eine seltene Ausnahme, die aus Wiesbaden gemeldete Zahl wich leicht nach unten ab. Gleiches gilt für den Dienstag. Das aktuelle Bulletin aus Wiesbaden finden Sie hier.

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