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Gefährlicher Leichtsinn : Immer mehr Badetote in Hessen

  • Aktualisiert am

Tödlicher Leichtsinn: In Hessen kommen immer mehr Menschen beim Baden um. Bild: dpa

Leichtsinn oder zu hohe Risikobereitschaft sind oft die Ursache für tödliche Unfälle in Seen, Flüssen und Bädern. In diesem Jahr sind es besonders viele.

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          Die Zahl der in Hessens Seen, Flüssen und Schwimmbädern ums Leben gekommenen Menschen ist in diesem Jahr enorm gestiegen. Bis August dieses Jahres seien 35 Badetote und damit 21 mehr als im Vergleichszeitraum 2017 gezählt worden, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. Auch bundesweit ist die Zahl nach oben geschnellt, und zwar um fast 50 Prozent auf 445 Badetoten. „Die Ursachen vieler Ertrinkungsfälle sind Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie insbesondere das Baden an unbewachten Stellen“, sagte der DLRG-Präsident Achim Haag.

          Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse. So war in Nordhessen Ende August ein Mann beim Schwimmen in der Fulda ums Leben gekommen. Mitte August ging ein angetrunkener 19 Jahre alter Mann, der nicht schwimmen konnte, in Marburg beim Baden in der Lahn unter.

          Außergewöhnlich hoch ist bundesweit der Anstieg von tödlichen Unfällen in Schwimmbädern, betroffen war auch Hessen. So ertrank in der Rhein-Main-Therme in Hofheim im Frühjahr ein vierjähriger Junge. Bereits zu Beginn des Jahres war ein ebenfalls vierjähriges Mädchen in einem Freizeitbad in Wiesbaden ums Leben gekommen.

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