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Spekulationen um Hessens Regierungschef : Tritt Bouffier noch einmal an?

Wie sind seine Pläne? Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier muss sich wohl bald zu seiner Zukunft äußern. Bild: AFP

Volker Bouffier ist in einer schwierigen Situation. Er ist mit Armin Laschet gescheitert und muss sich nun in seinem Landesverband behaupten.

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          Applaus brandete auf, als der hessische Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende Volker Bouffier am Tag nach der Bundestagswahl auf einem kleinen Parteitag aufgefordert wurde, sich zu seiner Zukunft zu erklären. Zu gegebener Zeit“, beschied er. Doch die verheerende Niederlage vom 26. September setzt Bouffier jetzt unter Zugzwang. Mehr denn je beschäftigt nicht nur seine Partei die Frage, ob er zur nächsten Landtagswahl im Herbst 2023 noch einmal als Spitzenkandidat antritt oder demnächst den Weg für einen Nachfolger frei macht. Die Antwort liegt auf der Hand.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Für eine abermalige Kandidatur spricht auf den ersten Blick das Beispiel des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann (Die Grünen). Er wurde erst im März dieses Jahres im Alter von 73 Jahren in seinem Spitzenamt bestätigt. Bouffier wäre 2023 zwei Jahre jünger, so gesehen also nicht zu alt für einen weiteren Anlauf. Aber Kretschmann hatte den Vorteil, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung nach dem Ausbruch der Pandemie hinter dem amtierenden Regierungschef versammelte. Im Herbst des übernächsten Jahres aber wird Corona längst Geschichte sein.

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