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Plagiatsvorwurf : Staatssekretär Dippel verliert Doktortitel

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Ist die Doktorwürde los: Wolfgang Dippel, Sozial-Staatssekretär im hessischen Landtag Bild: Wolfgang Eilmes

Dem hessischen Staatssekretär Wolfgang Dippel wird der Doktortitel aberkannt. Er selbst hatte um eine Prüfung der Plagiatsvorwürfe gebeten. Trotzdem will er jetzt Einspruch einlegen.

          Die Universität Kassel entzieht dem hessischen Sozial-Staatssekretär Wolfgang Dippel (CDU) seinen Doktortitel. Der Vorwurf des Plagiats sei „gerechtfertigt“, entschied der zuständige Promotionsausschuss „nach sorgfältiger Ermittlung der Aktenlage unter Berücksichtigung der Anhörungen“. Dippel, der nach einem anonymen Hinweis selbst um die Überprüfung gebeten hatte, will gegen den Beschluss Einspruch einlegen. „Ich werfe mir nicht vor, vorsätzlich etwas gemacht zu haben“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zudem habe es „Verfahrensfehler“ gegeben.

          Dippel, von 2004 bis 2014 Bürgermeister in Fulda, hatte seinen Doktortitel 1995 an der damaligen Gesamthochschule Kassel erworbenen. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit Kommunalpolitik am Beispiel der kleinen Gemeinde Breuna im Landkreis Kassel. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte den Verdacht gegen ihn öffentlich gemacht.

          Die SPD sieht nun Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Zug. „Herr Dippel ist politischer Beamter. Damit liegt seine Zukunft in der Hand des Ministerpräsidenten, da das Kabinett über die Bestellung und die Abberufung von Staatssekretären zu entscheiden hat“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Günter Rudolph, am Montag in Wiesbaden. Aus Sicht der SPD-Fraktion sei „der bestätigte Plagiatsvorwurf so schwerwiegend, dass Herr Dippel zu einer Belastung für die Landesregierung würde“. Bouffier müsse nun entscheiden, „ob er noch Vertrauen zu Staatssekretär Dippel hat und ob in Hessen die gleichen Maßstäbe gelten wie anderenorts“.

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