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Bundestagswahl in Hessen : SPD feiert „großen Erfolg“ – Bouffier liebäugelt mit Jamaika

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Für die FDP sprach die Landesvorsitzende Bettina Stark-Watzinger von einem „sehr guten Tag“. Die Partei sei für eine starke, konstruktive Oppositionspolitik und einen sehr engagierten Wahlkampf belohnt worden. „Mit dem Ergebnis von heute ist die Grundlage gelegt für die kommenden Monate und Jahre, denn die Arbeit geht für uns Freie Demokraten weiter.“

Der hessische Landesverband der AfD zeigte sich mit dem Ergebnis „durchaus zufrieden. Es belege, „dass wir mittlerweile über eine solide Kernwählerschaft verfügen“, stellte der Ko-Vorsitzende Klaus Herrmann fest. „Den Linksruck, den die anderen Parteien von CDU bis zu den Grünen vorbereiten, werden wir uns mit aller Kraft entgegenstellen.“

Umkämpfte Wahlkreise

In Hessen sind insgesamt 23 Landeslisten von Parteien zur Bundestagswahl zugelassen worden. Zuletzt saßen 50 Abgeordnete aus Hessen im Parlament in Berlin: 17 Abgeordnete der CDU, 12 der SPD, 6 der AfD, 6 der FDP, 5 der Grünen und 4 Abgeordnete der Partei Die Linke. Insgesamt zählte der Bundestag 709 Abgeordnete.

Unter den Kandidaten steht etwa Bundeskanzleramtsminister Helge Braun (CDU) im Blickpunkt, der in Gießen antritt. Spannend ist auch das Ringen um den Wahlkreis mit Bornheim und Nordend in Frankfurt, den der Grüne Omid Nouripour gewinnen will, nachdem seine in Frankfurt bei der Kommunalwahl in der Stadt die Nase vorn hatte. Im Rheingau-Taunus/Limburg tritt Wahlkreisverteidiger Klaus-Peter Willsch (CDU) unter anderem auf Rückkehrerin Anna Lührmann (Die Grünen). Über die zugelassenen Liste informiert der Landeswahlleiter online.

SPD leicht vor der Union

Es zeichnet sich ein enges Rennen um den Spitzenplatz ab. In der letzten Umfrage von Allensbach für die F.A.Z. lag die SPD im Bund knapp vor der Union, die Grünen konnten sich nach einer Talfahrt wieder etwas verbessern, die AfD rutschte leicht ab. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2017 wurde die CDU in Hessen die stärkste Kraft. Die Christdemokraten kamen auf 30,9 Prozent der Zweitstimmen vor der SPD, die 23,5 Prozent erzielte. Es folgten die AfD als drittstärkste Partei mit 11,9 knapp vor der FDP mit 11,5 Prozent der Stimmen. Die Grünen kamen bei der vergangenen Bundestagswahl in Hessen auf 9,7 und die Linken auf 8,1 Prozent.

Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl vor vier Jahren lag in Hessen bei 77 Prozent. Der Anteil der Briefwähler betrug 26,8 Prozent. Allerdings wird der Briefwähleranteil dieses Mal deutlich höher sein in Folge der Corona-Pandemie: Alleine in Hessens größter Stadt Frankfurt stellten rund 40,5 Prozent der 428.500 Wahlberechtigten einen entsprechenden Antrag.

Neue Rathauschefs werden zum Beispiel in Gießen und Buseck, in Bad Orb, Maintal und Karben, Neu-Isenburg und Seligenstadt gewählt. In Gießen tritt der SPD-Landtagsabgeordnete und frühere evangelische Dekan Frank-Tilo Becher unter anderem gegen Alexander Wright (Die Grünen) und Frederik Bouffier (CDU), Sohn  von Ministerpräsident Volker Bouffier. Die Gießener Landrätin Anita Schneider (SPD) kandidiert gegen den bisherigen Gießener Bürgermeister (Peter Neidel) und Kersten Gromes (Die Grünen). Im Kreis Offenbach treten in Person von Landrat Oliver Quilling (CDU), Carsten Müller (SPD) und Robert Müller (Die Grünen) dieselben drei Kandidaten wie vor sechs Jahren

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