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Versorgung auf dem Land : Rollende Praxis gegen Medizinermangel

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Medibus: Die mobile Praxis soll den Ärztemangel auf dem Land bekämpfen. Bild: dpa

Immer weniger Ärzte wollen auf dem Land arbeiten. Hessen geht gegen den Mangel nun vor und testet eine mobile Praxis im Bus.

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          Zehn Monate nach Beginn der Testphase sind die Erfahrungen mit der rollenden Arztpraxis Medibus in Hessen positiv. „Die Sprechstunden der mobilen Hausarztpraxis sind bestens ausgelastet“, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen. Pro Quartal registrierte der Bus zuletzt 1300 Patientenbesuche. Die KV testet den Bus, den die Deutsche Bahn gebaut hat. Die Bahn will Medibusse auch in anderen ländlichen Regionen fahren lassen. Sie kündigte am Freitag in Berlin an, bis Anfang 2020 sieben solcher Fahrzeuge bereitzustellen.

          Der Medibus rollt sei Juli durchs ländliche Nord- und Osthessen. Er bringt einen Hausarzt an Orte, wo Mediziner fehlen. Dabei beweist das Konzept seine Flexibilität: Seit diesem Monat wird die am Test beteiligte 2700-Einwohner-Gemeinde Nentershausen verstärkt angefahren, nachdem sich der Ärztemangel dort verschärft hat. Für die Kassenärztliche Vereinigung zeigt das Beispiel, dass „eine mobile Versorgung wie durch den Medibus den Vorteil hat, sich schnell auf Veränderungen einstellen und passgenau auf neue Anforderungen in der Patientenversorgung reagieren zu können“.

          Geld sparen lässt sich mit dem Medibus aber nicht. Die Kosten für die zweijährige Pilotphase liegen laut KV bei rund 600.000 Euro. Damit sei der Medibus teurer als eine Hausarztpraxis.

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