https://www.faz.net/-gzg-8zeqr

Nach Frankfurt und Wiesbaden : Hessen plant weiteres Jugendrechts-Haus

  • Aktualisiert am

Vorbild: Haus des Jugendrechts in Frankfurt Bild: Manz, Florian

In Frankfurt und Wiesbaden gibt es solche Einrichtungen schon - nun soll auch Kassel ein Haus des Jugendrechts erhalten. Damit verfolgt das Land ein klares Ziel.

          1 Min.

          Jugendliche Straftäter sollen auch in Nordhessen künftig schneller bestraft werden: Das hessische Justizministerium wolle in Kassel ein weiteres Haus des Jugendrechts eröffnen, erklärte ein Sprecher in Wiesbaden. Bisher gibt es drei solcher Einrichtungen im Land, zwei in Frankfurt und eines in Wiesbaden.

          „Häuser des Jugendrechts sind echte Erfolgsmodelle“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Dabei arbeiteten Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe unter einem Dach. Dies gewährleiste eine schnellere Bearbeitung und kürzere Verfahren im Jugendstrafrecht.

          „Kassel zeigt erst jetzt Interesse“

          Laut Ministerin bestand das Angebot an die Stadt Kassel für ein solches Haus seit Jahren. Erst jetzt zeige Kassel Interesse. Ein Sprecher des Stadt sagte, man stehe dem Vorhaben sehr aufgeschlossen gegenüber.

          Das Haus des Jugendrechts in Wiesbaden besteht seit 2010, Frankfurt-Höchst kam 2011 hinzu, Frankfurt-Nord dann 2015. Die Bearbeitungszeiten liegen teilweise deutlich unter dem hessischen Durchschnitt im Jugendstrafrecht: In Wiesbadener Haus verstrichen im Jahr 2016 bis zu einer Anklage 0,31 Monate, hessenweit waren es 1,5.

          Weitere Themen

          Brückenschlagen ist leicht

          Festival „Africa Alive“ : Brückenschlagen ist leicht

          Die Sängerin Gasandji eröffnet das Festival „Africa Alive“ mit einem Konzert in der Brotfabrik in Frankfurt. Das Publikum ist begeistert. Und das nicht nur wegen ihrer einladenden Melodien.

          Topmeldungen

          Untersuchungen zum Coronavirus an der Charité Berlin Mitte

          Coronavirus : Drei weitere Infizierte in Bayern

          Bei drei weiteren Menschen in Bayern wird das Coronavirus nachgewiesen. Wie der erste deutsche Patient sind sie Mitarbeiter der Firma Webasto aus Starnberg, teilt das bayerische Gesundheitsministerium mit. Das Unternehmen schließt vorübergehend seine Zentrale.
          Trump und Netanjahu im Weißen Haus

          Israelische Siedler : Die extreme Rechte ist empört

          Einerseits bekommt Netanjahu jetzt Ärger mit innenpolitischen Verbündeten. Andererseits sonnt er sich im Glanze seines Auftritts mit Trump: Noch nie kam Washington Israel so weit entgegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.