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„Grüne Anleihe“ für das Klima : Hessen plant Volumen von 500 Millionen Euro

  • -Aktualisiert am

Mit der „grünen Anleihe“ will das Land Hessen auch in den Umweltschutz investieren. Bild: Maria Klenner

Hessen will eine sogenannte grüne Anleihe mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt platzieren und mit den Erlösen unter anderem umweltfreundlichen Nahverkehr und Klimaschutz finanzieren.

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          Das Land Hessen begibt zum ersten Mal eine „grüne“ Anleihe zur Refinanzierung ökologisch wertvoller Projekte. Ziel der von CDU und Grünen geführten Landesregierung für die zehnjährige Anleihe ist ein Volumen von 500 bis 600 Millionen Euro. Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit stünden bei der Auswahl der zu finanzierenden Landesprojekte im Vordergrund, sagte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU). Mit der Anleihe, die eine Laufzeit von zehn Jahren hat, wolle Hessen auch dem steigenden Bedürfnis von Investoren im In- und Ausland gerecht werden, ihr Geld ökologisch nachhaltig zu investieren.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit den Emissionserlösen aus der im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vereinbarten Öko-Anleihe werden nachhaltige Vorhaben aus den Haushaltsjahren 2018 bis 2020 refinanziert. Nach Angaben von Alexander Labermeier, dem Leiter des Kredit- und Anlagereferats im Finanzministerium, wurden 20 schon abgeschlossene und abgerechnete beendete Projekte ausgewählt. Dazu gehören etwa die Umstellung auf einen umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr und der Radwegebau oder die Aufforstung der hessischen Wälder als Teil der Anpassung an den Klimawandel. Als förderwürdig gelten auch Projekte zur Unterstützung einer ökologischen Landwirtschaft, die Renaturierung von Bächen und andere Naturschutzvorhaben, Maßnahmen im Zuge des hessischen Klimaschutzplans sowie die Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden.

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