Erstaufnahmeeinrichtung Gießen : Hessen muss Flüchtlinge in Zelten unterbringen
Weil es nicht genug Unterkünfte gibt, werden in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen Flüchtlinge künftig auch in Zelten untergebracht. Wie das zuständige Regierungspräsidium Gießen mitteilte, könne nur so jedem Flüchtling ein Bett und ein Dach über dem Kopf garantiert werden.
„Wir haben uns sehr lange gegen den Aufbau von Zelten gewehrt und verstehen dies auch jetzt noch als eine absolute Not- und Zwischenlösung“, sagte HEAE-Leiterin Elke Weppler.
1700 Flüchtlinge warten auf Anhörung
Die Zelte auf dem Gelände des ehemaligen US-Depots waren bereits im vergangenen Monat aufgestellt worden, weil ein Engpass abzusehen war. Das Lager soll voraussichtlich bis Mitte September genutzt werden. Bis dahin sollen drei feste Unterkünfte fertiggestellt sein.
Rund 1700 Menschen warten derzeit in Gießen auf ihre Anhörung zum Asylverfahren oder auf eine dauerhafte Bleibe in einem Landkreis oder einer Kommune.
