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Rechtsextreme Szene in Hessen : Mindestens acht Neonazi-Konzerte verzeichnet

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Als Flohmarkt oder Hiphop-Party angemeldet: Die NPD-Szene hat 2015 fünf Konzerte veranstaltet. Bild: dapd

Konzerte haben für die rechtsextreme Szene große Bedeutung. In Hessen zählte die Sicherheitsbehörden im vergangenen Jahr acht Musikveranstaltungen, die aber nicht immer als solche bezeichnet wurden.

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          Die hessischen Sicherheitsbehörden haben vergangenes Jahr acht von Rechtsextremisten veranstaltete Konzerte verzeichnet. Nach Angaben des Innenministeriums lud die NDP-Szene von Leun im Lahn-Dill-Kreis fünfmal zu Veranstaltungen ein, die als Hip-Hop-Party, Böhse-Onkelz-Party oder Flohmarkt bezeichnet wurden.

          Den größten Zulauf hatten zwei Konzerte des Berliner Neonazis Michael Regener, früher Sänger der verbotenen Band „Landser“. Sie fanden im Herbst in Hungen und Schmitten im Taunus statt. Die Polizei zählte jeweils 90 bis 100 Teilnehmer, wie aus der Ministeriumsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Links-Fraktion hervorgeht.

          Vor dem größten Konzert am 8. September 2014 kontrollierte die Polizei 92 Zuhörer, von denen die meisten aus Hessen kamen. Es wurden aber auch Pkws aus Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen registriert. Angekündigt waren die Auftritte als „Liederabend mit Lunikoff“ und „Balladenabend mit Lunikoff“. Regener nennt seine neue Band „Die Lunikoff-Verschwörung“.

          Im NSU-Ausschuss des Landtags hatte der Kasseler Journalist Joachim Tornau am Montag auf die große Bedeutung von Konzerten für die rechtsextreme Szene hingewiesen. Er zog auch in Zweifel, dass den Sicherheitsbehörden alle Veranstaltungen bekanntwürden.

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