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Trotz sinkender Inzidenz : Hessen bleibt vorerst bei der Maskenpflicht

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Die Schutzmasken haben noch lange nicht ausgedient. In Hessen gilt die Maskenpflicht noch bis mindestens Ende Juni. Bild: dpa

Auch wenn die Inzidenz in Hessen sinkt, wird die Maskenpflicht zunächst beibehalten. Das hessische Sozialministerium verweist auf die Bundesnotbremse und die hessische Verordnungslage. Erst Ende Juni soll das weitere Vorgehen beraten werden.

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          Eine Lockerung der Maskenpflicht, wie sie derzeit bundesweit diskutiert wird, wird es in Hessen bis Ende Juni nicht geben. Das hat am Montag die Corona-Stelle des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden auf Anfrage mitgeteilt. Sowohl die Bundesnotbremse als auch die hessische Verordnungslage gelte bis Ende Juni, teilte das Ministerium mit.

          Das weitere Vorgehen werde „im Lichte der Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz, weiterer Verständigungen zwischen Bund und Ländern und den Beratungen der hessischen Landesregierung erfolgen“, hieß es weiter. Zudem sei anzumerken, dass das Robert-Koch-Institut und auch der Ethikrat weiterhin die Wichtigkeit der AHA+L-Regeln (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen und regelmäßig Lüften) betonten. Dazu gehöre auch die Maskenpflicht, insbesondere in Innenräumen und wenn sich die Mindestabstände nicht einhalten lassen würden. In diesem Zusammenhang wies das Sozialministerium darauf hin, dass auch vollständig geimpfte und genesene Menschen eine Infektion weitergeben könnten.

          Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag hatte die Landesregierung aufgefordert, die Maskenpflicht vor allem in den Grundschulen abzuschaffen. „Das Tragen einer Maske belastet vor allem die jüngeren Kinder enorm. Zudem sind Mimik und Mundbewegungen auch aus pädagogischen Gründen bedeutsam, etwa beim Spracherwerb“, sagte Moritz Promny, bildungspolitischer Sprecher der Liberalen, und forderte: „Deshalb muss die Pflicht für Grundschulkinder sofort aufgehoben werden.“ Er verwies auf die sinkenden Inzidenzwerte und regelmäßige Tests, die das Risiko einer Infektion deutlich verringern würden.

          Da immer mehr Lehrer geimpft seien, sei es zudem zu verantworten, die Maskenpflicht auch an weiterführenden Schulen aufzuheben. Promny räumte jedoch ein, dass es den Schülern unbenommen bleiben sollte, auf dem Schulhof und im Unterricht weiterhin eine Maske zu tragen, sofern sie das möchten und sich damit sicherer fühlen. Nur die Pflicht dazu solle es eben nicht mehr geben.

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