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Folgen von Corona : Hessen liegt bei Kurzarbeit bundesweit im Mittelfeld

  • Aktualisiert am

Folgen der Pandemie: Mehrere Bundesländer sind besonders betroffen (Symbolbild). Bild: dpa

Wegen der Corona-Pandemie sind zahlreiche Menschen in Deutschland in Kurzarbeit. Während Hessen im Mittelfeld liegt, fallen einige Bundesländer besonders auf.

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          Hessen liegt bei der Kurzarbeit in der Corona-Krise bundesweit etwa im Mittelfeld. Im Mai waren im Land gut 552.000 Menschen in Kurzarbeit, wie das Münchner Ifo-Institut errechnet hat. Das entspricht 21 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. An der Spitze des am Montag veröffentlichten Bundesländer-Rankings steht Bayern mit rund 1,47 Millionen Männern und Frauen in Kurzarbeit (26 Prozent).

          „Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren“, erklärte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Auf Bayern folgen das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen mit 1,46 Millionen Kurzarbeitern (21 Prozent) sowie Baden-Württemberg mit 1,09 Millionen (23 Prozent), wo die Autoindustrie ebenfalls stark vertreten ist. Am Ende der Liste stehen in absoluten wie prozentualen Zahlen einige ostdeutsche Bundesländer sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland.

          Ökonomen der Frankfurter Goethe-Universität betonten zuletzt, dass Kurzarbeit in Hessen ungleich verteilt sei und stark von der regionalen Verankerung von Branchen abhänge. Während Kurzarbeit im Frühjahr im Gastgewerbe, der Logistik und Industrie stark verbreitet war, seien Verwaltung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleister kaum betroffen gewesen, stellte das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität fest. Im Rhein-Main-Gebiet setzen unter anderen die großen Arbeitgeber Lufthansa und Fraport stark auf Kurzarbeit.

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