https://www.faz.net/-gzg-9jt7t

Kriminalstatistik : Hessen ist ein sehr sicheres Land

  • Aktualisiert am

Kriminalstatistik: So sicher lebt es sich in Hessen. Bild: dpa

Bei der Bekämpfung von Verbrechen werden die Zahlen in Hessen immer besser. Bei den einzelnen Delikten gibt es aber unterschiedliche Entwicklungen.

          1 Min.

          Die Zahl der Straftaten ist in Hessen 2018 erneut gesunken und auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1980 gefallen. Die Aufklärungsquote von Verbrechen wurde nochmals verbessert und erreichte den höchsten Stand seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 1971. Die Zahlen belegten, dass Hessen ein sehr sicheres Land sei, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden bei der Präsentation der Statistik. Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, sei so gering wie seit 40 Jahren nicht mehr.

          372.798 Straftaten wurden im vergangenen Jahr insgesamt in Hessen registriert und damit 2834 Fälle weniger als im Jahr zuvor (minus 0,8 Prozent). 64,2 Prozent der Straftaten seien aufgeklärt worden (2017: 62,8 Prozent). Der Innenminister verwies auf die zusätzlichen Stellen bei der Polizei, um für noch mehr Sicherheit im Land zu sorgen. Alleine in den Jahren 2019 und 2020 werden rund 900 zusätzlichen Polizeivollzugsbeamte fertig ausgebildet sein.

          Vor allem bei den Wohnungseinbruchsdelikten gab es den Angaben zufolge eine positive Entwicklung. Die Zahl der Delikte sei im Jahresvergleich um fast zehn Prozent zurückgegangen. Auch die Jugendkriminalität nahm deutlich um 13 Prozent ab. Die Straßenkriminalität, zu der etwa Taschendiebstahl, Sachbeschädigung und Körperverletzung zählen, verringerte sich nach der Polizeilichen Kriminalstatistik um über sieben Prozent im Jahresvergleich.

          Bei der allgemeinen Kriminalität von Zuwanderern erhöhten sich die Fallzahlen den Angaben zufolge leicht. Schwerpunkte seien dabei Vermögens- und Fälschungsdelikte gewesen. Zudem seien mehr Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert worden. Bei den Straftaten gegen Asylunterkünfte habe es einen Anstieg von sieben auf zehn Fälle im Jahresvergleich gegeben. Diese Delikte seien alle politisch motiviert gewesen.

          Weitere Themen

          Nur Ermahnung für den Abgeordneten Burcu

          Awo-Skandal im Landtag : Nur Ermahnung für den Abgeordneten Burcu

          Nach den umstrittenen Tätigkeiten für die Awo kommt der Grünen-Abgeordnete Taylan Burcu glimpflich davon. Der Landtagspräsident spricht von einem „minderschweren Fall“. Die Awo-Führung vermisst Arbeitsnachweise.

          Topmeldungen

          Die Deutsche Bank will jede fünfte Filiale schließen.

          Sparbemühungen : Deutsche Bank trimmt sich für Fusionen

          Die Deutsche Bank will jede fünfte deutsche Filiale schließen, um zu sparen. In der Branche wird jetzt immer lauter über Zusammenschlüsse diskutiert. Offen ist, wie die Aufseher das Vorhaben sehen.
          Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einer Veranstaltung im August 2020 in Ahlen

          Allensbach-Umfrage : Die SPD kann nicht von Scholz profitieren

          Nur eine Minderheit glaubt, dass der Kanzlerkandidat der SPD die Unterstützung seiner Partei hat. Und das ist noch nicht das größte Problem der Sozialdemokraten, wie eine neue Umfrage zeigt.

          Spenden nach Ginsburgs Tod : Die Angst, die großzügig macht

          Kaum war Ruth Bader Ginsburg tot, flossen demokratischen Wahlkämpfern Spenden in Millionenhöhe zu – mehr denn je. Fällt Trumps Supreme-Court-Plan den Republikanern auf die Füße?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.