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Hotline und Website überlastet : Ein Impftermin nach sieben Stunden in der Warteschleife

Wegweiser: In wenigen Tagen wird auch in der Frankfurter Festhalle geimpft Bild: Frank Röth

Das RKI meldet für Hessen weniger neue positive Corona-Tests und weniger weitere Todesfälle als vor einer Woche. Wer einen Impftermin für betagte Menschen ausmachen will, braucht am ersten Tag der Kampagne viel Geduld.

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          Der Anmeldestart für Corona-Impfungen in Hessen verläuft sowohl am Telefon als auch im Internet sehr holprig. Das Angebot richtet sich an Menschen über 80 Jahre. Wer sich einen Termin besorgen will, muss viel Geduld mitbringen: Die Hotline und die Website für die Anmeldung sind überlastet. Der F.A.Z. sind mehrere Fälle bekannt, in denen Interessierte es stundenlang versuchten, teils vergeblich. In einem Fall hat sich eine Angehörige von Senioren von morgens um 8 Uhr an sich um zwei Termine bemüht und dann gegen 15 Uhr Glück gehabt hat. Andere erfuhren nach einer Reihe von Versuchen am Telefon, die Nachfrage übersteige das seit Freitag verfügbare Angebot von 49.000 Impfdosen bei weitem. Alleine 127.400 Pflegebedürftige leben nicht in Heimen. Erst am Nachmittag war die Internetseite wieder verfügbar.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Innenminister Peter Beuth (CDU) bat um Geduld. Es gehe um eine Gruppe von mehr als 400.000 Menschen, die nun alle einen Impftermin ausmachen könnten, sagte er dem Sender Hit Radio FFH. „Das kann natürlich kein Call-Center der Welt dann auch leisten, alle auf einmal in Empfang zu nehmen.“ Hessen habe seine Kapazitäten nach den Erfahrungen anderer Bundesländer erhöht. „Aber am Ende muss man schon sagen, man wird sicherlich ein bisschen Geduld brauchen“, sagte er laut dpa. Von diesem Dienstag an schreibt das Land zudem nicht in Heimen lebende Senioren über 80 Jahre wegen der anstehenden Impfung gegen Covid-19 an.

          Gut 57.000 Hessen geimpft

          Die Impftrupps haben in Hessen seit Montag gut 3000 weiteren Personen eine vorbeugende Spritze gegen das Coronavirus gegeben. Alles in allem sind es nun 57.425. Das geht aus aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. 9,1 von 1000 Hessinnen und Hessen sind demnach bisher geimpft, nach 8,6 zuvor. Einen höheren Anteil weisen unter den Flächenländern Schleswig-Holstein (13,2) und seit ;Montag auch Bayern (10,4) im Westen sowie Mecklenburg-Vorpommern als Tabellenführer (16,7) und Sachsen-Anhalt auf. Allerdings liegen auch Berlin und Bremen sowie das Saarland vor Hessen, Rheinland-Pfalz holt weiter auf und kommt auf 8,9. Das 0,6 über dem Durchschnitt im Bund.

          Überlastet: Internetseite des hessischen Corona-Impf-Service am Dienstagmorgen
          Überlastet: Internetseite des hessischen Corona-Impf-Service am Dienstagmorgen : Bild: Screenshot

          Zweimal abwärts, einmal aufwärts: So stellen sich die aktuellen Corona-Daten aus dem Robert-Koch-Institut für Hessen dar. Wie die F.A.Z. von der Polizei erfahren hat, halten sich die Menschen in den von der neuen 15-Kilometer-Regel betroffenen Regionen in aller Regel an den eingeschränkten Aktionsradius. Dies soll die Kontakte beschränken und das Virus eindämmen helfen.

          Das für die Seuchenbekämpfung federführend zuständige RKI meldet 524 neue positive Corona-Tests nach 641 vor einer Woche. Inwieweit dies auch am möglichen Meldeverzug seitens der weiter enorm mit Arbeit belasteten Gesundheitsämter liegt, auf den das RKI in den vergangenen Tagen stets hingewiesen hatte, ist unklar. Beide Zahlen liegen aber weit unter dem Tageshöchstwert von 3224 aus dem Dezember. Dazu hat das RKI 75 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Am vergangenen Dienstag waren es 104. Der Tageshöchstwert beträgt 134.

          Aufwärts ist es binnen Wochenfrist dagegen mit der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz gegangen, das sind die binnen Wochenfrist eingelaufenen positiven Corona-Tests unter 100.000 Einwohnern. Hier steht nun ein Wert von 157,2 für Hessen zu Buche nach 131,1.

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