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Trotz Todesfälle : Hessen hält an Taser-Einsatz fest

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Umstrittene Waffe: Zwei Menschen sollen in Hessen nach dem Einsatz eines Tasers gestorben sein. Bild: dpa

Durch den Einsatz von Tasern durch die Polizei sollen in Hessen mittlerweile zwei Menschen gestorben sein. Dennoch hält Innenminister Beuth an den umstrittenen Geräten fest.

          Hessen hält trotz eines zweiten Todesfalls nach einem Polizeieinsatz mit Elektroschockern am Taser fest. Es gebe klare Regeln für den Einsatz der Geräte, sagte ein Sprecher von Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden.

          Diese seien auch bei einem tödlich verlaufenen Einsatz in Fulda im Januar vergangenen Jahres eingehalten worden. Im Innenausschuss des hessischen Landtags habe Beuth die Abgeordneten bereits im Mai über den Fall informiert.

          Anfang Mai war in Frankfurt ein Mann einige Tage, nachdem er mit einer Weiterentwicklung des Elektroschockers von Beamten kampfunfähig gemacht wurde, in einem Krankenhaus gestorben.

          Ein weiterer Todesfall soll sich Berichten zufolge im Januar 2018 in Fulda ereignet haben. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei war demnach gegen einen Mann vorgegangen. Dieser soll in seiner Wohnung um sich geschossen und dabei einen Polizeihund getötet haben. Der 63 Jahre alte mutmaßliche Schütze sei zusammengebrochen und zwei Wochen später gestorben. Ermittlungen gegen die Beamten durch die Staatsanwaltschaft wurden inzwischen eingestellt.

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