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Kampf gegen Masern-Virus : Keine Impfung, keine Schule

Auf Menschen spezialisiert: Das Masern-Virus ließe sich durch Impfung ausrotten. Bild: Science Photo Library

Der Druck auf Impfgegner wächst. Kinderärzte und Kita-Träger unterstützen den Vorstoß der Berliner Koalition, die Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen vorschreiben will.

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          Wenn die Masern erst einmal ausgebrochen sind, dann ist der Fall klar. Als vor zwei Jahren Jugendliche eines Gymnasiums in Frankfurt-Höchst erkrankten, kontrollierte das städtische Gesundheitsamt alle 800 Schüler. Wer nicht nachweisen konnte, zweimal gegen Masern geimpft oder durch eine zurückliegende Erkrankung immunisiert zu sein, der wurde von der Schule suspendiert. „Bei Masern verstehen wir keinen Spaß“, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch muss es überhaupt so weit wie in Höchst kommen? Nein, meint Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der CDU-Politiker will Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen vorschreiben. Das sei zwar ein Eingriff in elterliche Rechte, aber die Aufklärungskampagnen der vergangenen Jahren hätten nicht so gefruchtet wie erhofft. Zumindest nicht bei allen: In Städten wie Frankfurt sind immerhin etwa 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft.

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