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Pandemie in Hessen : Diese Landkreise beklagen die wenigsten Corona-Opfer

Außer dem Odenwald mit Michelstadt, hier ein Foto vom Platz vor dem historischen Rathaus, hat nur Frankfurt in Hessen mehr Corona-Opfer zu beklagen Bild: dpa

Über Nacht sind in Hessen außer 33 Neuinfektionen zwei Corona-Opfer hinzu gekommen. Sieben Landkreise beklagen fünf Todesfälle oder weniger seit Beginn der Pandemie. Alle anderen Kreise und die Großstädte liegen darüber.

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          Es hat wohl doch an einem Meldeverzug auf der Seite der Gesundheitsämter am Wochenende gelegen und ist kein Zeichen für einen deutlich Abschwung bei der Corona-Neuinfektionen gewesen. War dem in der Seuchenbekämpfung in Deutschland federführenden Robert-Koch-Institut (RKI) zum Montag nur ein einziger neuer Covid-19-Fall aus Hessen gemeldet worden, so stehen seit Mitternacht weitere 33 zu Buche. Dies entspricht in etwa dem Niveau der vergangenen Woche. Oder anders gesagt: Die Zahl der Neuinfektionen zwischen der Grenze zu Niedersachsen und dem südlichen Odenwald stabilisiert sich nach dem deutlich Anstieg vor anderthalb Wochen.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zudem meldet das RKI zwei weitere Todesfälle, ebenfalls eine überschaubare Zahl. Alles in allem gibt es offiziell in Hessen 508 Corona-Opfer seit Beginn der Aufzeichnungen zur Pandemie zu beklagen. Andererseits gelten gut 9900 Patienten mittlerweile als genesen. Auf einen Todesfall kommen rechnerisch mehr als 19 Genesene.

          Die meisten Toten in Frankfurt und im Odenwald

          Wie sich aus dem aktuellen Corona-Bulletin des Hessischen Sozialministeriums ergibt, stammen die beiden neuen Opfer aus dem Odenwald. Dort sind bisher 63 Männer und Frauen an den Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. Zu Beginn der Pandemie hatte es Virusausbrüche in Altenheimen in diesem Kreis gegeben. Außer dem Odenwald hat nur Frankfurt mehr Corona-Todesfälle zu beklagen, nämlich 65. Es folgt der bevölkerungsreiche Main-Kinzig-Kreis mit 48 vor dem Landkreis Offenbach mit 40. Andererseits ist der südliche Kreis einer von nur drei Landkreisen ohne Neuinfektion binnen Wochenfrist.

          Am anderen Ende der Tabelle finden sich sieben Landkreise mit fünf Corona-Opfern oder weniger. Für die Kreise Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Vogelsberg und Waldeck-Frankenberg stehen jeweils fünf Todesfälle zu Buche, für den Landkreis Gießen und den Kreis Marburg-Biedenkopf jeweils vier und drei an der Bergstraße. Dabei kommt der Vogelsberg auf die wenigsten Infektionen seit Beginn der Pandemie. Es sind offiziell 121.

          Das aktuelle Corona-Bulletin des Sozialministeriums findet sich hier.

          Mit Blick auf die Zahl der Genesenen ist aber stets folgende Einschränkung zu beachten: Wie das für die Seuchenbekämpfung in Deutschland zuständige RKI der F.A.Z. mitteilte, erhebt es Daten zur Zahl der Genesenen nicht offiziell. Die Erhebung sei auch nicht gesetzlich vorgesehen. „Allerdings kann man zumindest bei den Fällen, bei denen die meisten Angaben ermittelt wurden, die keine schweren Symptome hatten und die nicht in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, davon ausgehen, dass sie spätestens nach 14 Tagen wieder genesen sind“, heißt es in Berlin am Sitz des Instituts. Das RKI schätze die Zahl der Genesenen lediglich.

          Bilanz: Das Ministerium von Gesundheitsminister Kai Klose (Die Grünen) berichtet täglich über die Corona-Statistik in Hessen

          Das RKI berücksichtigt jene Fälle, die am jeweiligen Tag um 0.00 Uhr übermittelt wurden. „Für die Darstellung der neu übermittelten Fälle je Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat“, heißt es auf der Internetseite des Instituts. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI könnten einige Tage vergehen. In solchen Fällen ist von Meldeverzug die Rede.

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