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Machthungrige Behördenleiter : Bleibt Beuth bis zur Landtagswahl Innenminister?

Peter Beuth (CDU) kandidiert nicht mehr für den hessischen Landtag. Bild: Samira Schulz

Als erfahrener Krisenmanager ist Peter Beuth ein politisches Schwergewicht im hessischen Kabinett. Der CDU-Politiker will bei der nächsten Wahl aber nicht mehr antreten. Wird er sich schon bald als Innenminister verabschieden?

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          Es ist als großes Finale geplant. Wenn der Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags zum Attentat von Hanau Ende Mai 2023 zum letzten Mal zusammentritt, soll Innenminister Peter Beuth erscheinen. Die Abgeordneten von SPD und Linken werden den CDU-Politiker mit der monströsen Tat konfrontieren und noch einmal versuchen, einen ursächlichen Zusammenhang zwischen ihr und dem angeblichen Versagen der Sicherheitsbehörden des Landes zu konstruieren.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Doch der Plan der Parteistrategen, die Landesregierung auf diese Weise wenige Monate vor der Landtagswahl an den Pranger zu stellen, wird nicht aufgehen. Nicht nur weil die Vorwürfe der Opposition sich bislang nicht erhärten lassen. Der Lieblingsgegner der Opposition eignet sich im nächsten Frühjahr nicht mehr, um der Öffentlichkeit vorzuführen, was dem Land drohe, wenn die CDU an der Macht bliebe. Denn Beuth wird zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr Innenminister sein. Diese Prognose darf man wagen, auch wenn sie im Regierungsviertel gegenwärtig noch niemand bestätigen will.

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