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Noch kein heimisches Rudel : Hessen bereitet sich auf Rückkehr des Wolfs vor

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Wieder da: Wolf im Jahr 2008 in Nordhessen aufgenommen Bild: dpa

Noch gibt es in Hessen kein heimisches Wolfsrudel - soweit bekannt ist. Hessen müsse sich aber darauf vorbereiten, heißt es in Wiesbaden.

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          Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen) geht von einer schrittweisen Rückkehr des Wolfes in Hessen aus. „Wir rechnen mit mehr Einzelwölfen in Hessen in der nächsten Zeit“, sagte die Ministerin in Wiesbaden. Dass ein Wolfsrudel im Land heimisch wird, stehe zwar nicht unmittelbar bevor. Hessen müsse sich aber darauf vorbereiten und dabei die Sorgen und Ängste aus der Bevölkerung, aber vor allem der Nutztierhalter ernst nehmen.

          Mit einem Präventionsprogramm und Verhaltensregeln beim Kontakt mit den Tieren will das Umweltministerium auf die Rückkehr der Tiere vorbereiten. Alle Regierungspräsidien seien bereits mit einem elektronischen Herdenschutzzaun ausgestattet worden.

          Zwei Wolfsexperten ausgebildet

          Diesen können sich Schafhalter ausleihen, wenn sie nachweisen, dass ein Wolf ein Schaf gerissen hat. Ab Herbst werden nach Angaben von Hinz zudem in allen hessischen Landkreisen zwei Wolfsexperten ausgebildet, um als erste Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung zu stehen.

          In Hessen waren in den vergangenen Monaten mehrere Wölfe gesichtet worden. Jäger berichteten davon, dass ein Wolf in eine Fotofalle im Lahn-Dill-Kreis getappt sei. Zwei weitere Tiere wurden tot geborgen: Sie wurden im Frühjahr im Kinzigtal und bei Frankfurt überfahren. Zuvor hatte von 2006 bis 2011 ein Wolf als Einzelgänger im Reinhardswald gelebt. Er starb an einer natürlichen Todesursache.

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