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Neues Angebot in Kassel : Hessen baut Beratung gegen Extremismus aus

  • Aktualisiert am

Außenstelle nötig: VPN-Chef Thomas Mücke (links) mit Innenminister Peter Beuth Bild: Wolfgang Eilmes

Der Verein Violence Prevention Network macht sich schon im Frankfurter Raum gegen Extremismus stark. Fortan bietet er seine Beratungsdienste auch in Kassel an.

          Der Verein Violence Prevention Network (VPN) bietet einen zweiten Anlaufpunkt für die Beratung gegen Extremismus in Hessen. „Die Beratungsstelle Hessen hat nun auch in Nordhessen eine feste Adresse für ihre Präventionsarbeit gegen salafistische Radikalisierung“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch bei der Eröffnung in Kassel. Das Land fördert die Beratung durch VPN jährlich mit 1,2 Millionen Euro.

          Drei Mitarbeiter beraten dort Betroffene, Angehörige, Freunde und Institutionen gegen Extremismus. 18 Berater sind es in ganz Hessen. Durch die Entwicklung der salafistischen Szene in den Ballungsgebieten Nordhessens sowie die steigende Zahl von Beratungsanfragen sei eine Außenstelle nötig geworden, sagte VPN-Geschäftsführer Thomas Mücke. Bundesweit ist es für den Verein die achte Beratungsstelle.

          Im Gegensatz zu klassischen Aussteigerprogrammen arbeitet VPN oft mit Jugendlichen, die sich noch nicht für einen Szene-Ausstieg entschieden haben. Man müsse diese aufsuchen und aktiv ansprechen, sagte Mücke. Nach Angaben des Landes arbeitet der Verein aktuell mit 130 Radikalisierten beziehungsweise Gefährdeten in Hessen. Darunter befänden sich auch sechs Rückkehrer aus dem Bürgerkriegsland Syrien.

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