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Wegen Unregelmäßigkeiten : Hessische AfD muss Kandidatenwahl wiederholen

  • -Aktualisiert am

Wiederholungsfall: Auch Peter Münch, Sprecher des hessischen Landesverbands der AfD, muss sich wohl nochmal zur Wahl stellen Bild: Stefanie Silber

Unregelmäßigkeiten bei der Kür ihrer Bundestagskandidaten bringen die hessische AfD in die Bredouille. Es hatten zwei Personen mit abgestimmt, die nicht zur Teilnahme berechtigt waren, wie es heißt.

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          Die hessische AfD hat einen für das Wochenende in Fulda geplanten Landesparteitag abgesagt. Hintergrund sind offenbar Unregelmäßigkeiten bei der Kür der Bundestagskandidaten der Partei im November, die die Wiederholung wenigstens eines Teils der Wahlen notwendig machen könnte. Es habe sich herausgestellt, dass beim Listenparteitag in Hofheim zwei Personen mit abgestimmt hätten, die nicht zur Teilnahme berechtigt gewesen seien, heißt es in einer Mitteilung von Landesvorstandssprecher Peter Münch an „Mitglieder und Förderer“ der AfD. Wie dieser Fehler zu beheben sei, werde mit dem Landeswahlleiter abgestimmt.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Möglicherweise müsse die Reihenfolge der hessischen Bundestagskandidaten auf den Listenplätzen zwei, drei, vier und fünf wegen des geringen Stimmenabstands durch eine Stichwahl neu bestimmt werden, so Münch. Betroffen wären demnach Münch selbst sowie Joana Cotar aus Langgöns, der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann aus Fulda und der AfD-Landessprecher und stellvertretende Bundesvorsitzende Albrecht Glaser. Münch lag beim Nominierungsparteitag mit nur einer Stimme Vorsprung vor Cotar auf Listenplatz zwei, Hohmann auf Platz vier wiederum nur eine Stimme vor Glaser. Die Spitzenkandidatur von Mariana Harder-Kühnel bliebe hingegen möglicherweise unbeanstandet.

          Die Rechtsanwältin aus Gelnhausen hatte sich in Hofheim mit neun Stimmen Vorsprung auf den Zweitplazierten Münch durchgesetzt. Vorstandsmitglieder und Versammlungsleitung hatten die rund 400 Delegierten des Parteitags mehrfach darauf hingewiesen, wie wichtig ein ordnungsgemäßer Ablauf der Veranstaltung sei. Die AfD, so hieß es, wolle kein Bild der Zerstrittenheit oder Desorganisation bieten.

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