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Russische Desinformation : Das Netz fluten und Chaos stiften

Bild: dpa

Der Druck durch russische Desinformationskampagnen wächst, und nicht nur die Corona-Protestszene nimmt die Propaganda bereitwillig auf. Wie konkret die Gefahren für die Demokratie durch Fake News tatsächlich sind, haben Experten nun diskutiert.

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          Dass es ihr Ziel ist, die westlichen Demokratien zu destabilisieren und in Chaos zu stürzen, daraus machen die russischen Propagandisten nicht einmal mehr ein Geheimnis. „Wir haben uns eingemischt, wir tun es und wir werden es weiter tun“, schrieb der Unternehmer Jewgeni Prigoschin gerade erst auf dem sozialen Netzwerk VKontakte, einer Art russischem Facebook. Gemeint waren die „Midterms“, die Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten. Prigoschin, der mit Restaurants reich geworden ist, wird „Putins Koch“ genannt und kommandiert eine eigene „Trollfabrik“. Seine Mitarbeiter verbreiten im Internet anonym Fake News und versuchen, Wähler zu beeinflussen. „Das Netz fluten“ – so beschreiben es kritische Beobachter.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Druck durch russische Desinformationskampagnen wächst. Vor allem die heterogene Corona-Protestbewegung nimmt die „alternativen Fakten“ aus dem Kreml gerne auf. Die Szene aus Impfgegnern, Verschwörungsgläubigen und Rechtsradikalen macht sich immer mehr zum Sprachrohr Putins. Beim traditionellen Herbstgespräch des hessischen Landesamt für Verfassungsschutz am Dienstagabend in Wiesbaden standen die russischen Manipulationskampagnen deshalb nun im Mittelpunkt. Das Motto der Debatte: „Angriff auf die Wahrheit – Wie Desinformation unsere freiheitliche Demokratie gefährdet“.

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