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Negativzinsen : Heimliche Bankgebühren

Kleingedrucktes: Etliche Abzüge auf dem Konto gehen direkt an die Bank, die es führt. Bild: dpa

Erste Sparkassen berechnen nun Negativzinsen – wenn auch nur für Kunden mit hohem Guthaben. Doch selbst von Menschen mit weniger Geld verlangen Banken in der Region deutlich höhere Preise.

          Die Wohlhabenden können sich das ja leisten, wird so mancher gedacht haben, als kürzlich die Nassauische Sparkasse einen Negativzins ankündigte. Ihre Kontoinhaber sollen von diesem Monat an Strafzinsen von 0,4 Prozent zahlen, wenn sie ein Guthaben von mindestens 500.000 Euro haben. Das wären bei dieser Summe immerhin Gebühren von 2000 Euro.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nun dürften von diesen Negativzinsen tatsächlich nur wenige Kunden betroffen sein. Doch wer glaubt, die weniger Vermögenden werden von Banken geschont, der irrt. Für viele Leistungen kassieren die Finanzinstitute kräftig ab, zum Teil ganz offen, teilweise aber auch an versteckten Stellen.

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          Negativzins für Aktienhändler

          Wer sein Geld nicht auf dem unverzinsten Konto oder Sparbuch belassen will, sondern auf Wertpapiere setzt, geht dafür meist zu Direktbanken wie der ING, Comdirect oder DKB. Sie locken mit unentgeltlicher Depotführung. Kunden von Sparkassen, Volksbanken oder mancher Großbank dagegen dürften abgeschreckt sein, wenn sie in deren Preisverzeichnisse blicken. Das fängt schon beim Depot an, dem Konto für Wertpapiere. 20 Euro jährlich berechnen dafür mehrere Sparkassen und Volksbanken in der Region. Dazu kommt ein Negativzins auf die Wertpapiere selbst, und zwar zwischen 0,0375

          Prozent (Sparkasse Darmstadt) und 0,1785 Prozent im Jahr (Nassauische Sparkasse). Das mag nach wenig klingen, aber es summiert sich. Die Sparda-Bank Hessen dagegen verzichtet auf Depotkosten, wenn je Quartal eine Transaktion ausgeführt wird. Zusätzlich ist der Erwerb von Aktien teilweise teuer. Viele regionale Institute erheben ein Prozent des Kaufpreises als Provision, mindestens 25 Euro. Und wenn die Aktienunternehmen eine Dividende ausschütten, zieht etwa die Taunus Sparkasse davon weitere 0,5 Prozent ab, sofern der Coupon auf Papierform eingereicht wird. Banken preisen Anlegern gern ihre hauseigenen Aktienfonds an. Doch Vorsicht: Für diese fallen Ausgabeaufschläge von zum Teil fünf Prozent und jährliche Kosten von mitunter 1,5Prozent und mehr an. Verbraucherschützer empfehlen günstige Indexfonds (ETF) ohne Ausgabeprovision und mit Verwaltungskosten von um die 0,2 Prozent. Sie schneiden in der Rendite oft genauso gut ab, werden aber von Bankern ungern vertrieben. (fahe.)