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Freitag, 6. April 2018 : Heute in Rhein-Main: Köttbullar +++ Yoga +++ Albaner

  • Aktualisiert am

Manfred Köhler Bild: Alfred Schüssler

          3 Min.

          Guten Morgen,

          Ikea hat einen Strategiewechsel vollzogen. Jahrzehntelang überzogen die Möbelhändler aus Schweden Deutschland mit Einrichtungshäusern an den Autobahnabfahrten – 53 sind es derzeit, davon drei im Rhein-Main-Gebiet. Nun soll alles anders werden. Neueröffnungen von Geschäften soll es für Ikea nur noch in den Innenstädten geben. Dort hofft man, die Kunden zu finden, die es in die großen Immobilien am Stadtrand nicht schaffen und sonst womöglich ihre Möbel bei jemandem anders im Internet bestellen. Das hat auch Folgen für Rhein-Main: Die niemals verwirklichten Pläne für ein viertes Ikea-Haus in Darmstadt werden zu den Akten gelegt, statt dessen soll auch in diesem Ballungsraum irgendwo eine erste Innenstadt-Filiale entstehen, inklusive Gastronomie. Die Rhein-Main-Zeitung berichtet und kommentiert.

          Gerne können die Schweden ihre Zelte im Frankfurter Europaviertel aufschlagen. Denn erstens verlagert diese Zeitung ihren Sitz in einigen Jahren dorthin, und auch Redakteure wissen Köttbullar zu schätzen. Zweitens fehlt es generell im Europaviertel noch an Einzelhandel jedweder Art, wie der für Stadtplanung zuständige Kollege Rainer Schulze heute schreibt. „Ist das Europaviertel noch zu retten?“ hat er einen Zustandsbericht genannt. Die Antwort auf diese Frage: ausführlich in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wem all diese Themen zu anstrengend sind, der hat vielleicht Lust auf etwas Entspannung. Mit dem Yogalehrer Swami Jyothirmayah kann man heute in Frankfurt seine eigene Mitte suchen, drei Stunden Suche kosten nur 265 Euro. Kollege Tobias Rösmann, sonst eher mit den Winkelzügen der Kommunalpolitik im Römer befasst, ist für die heutige Ausgabe einmal der Frage nachgegangen, warum Yoga so beliebt ist und was man sonst alles anstellen kann, um zu einer vernünftigen Work-Life-Balance zu kommen. Höchst entspannend ist ja zum Beispiel auch das Lesen dieses in großer Gelassenheit verfassten Newsletters. Darauf ein dreifaches Ommm.

          Und außerdem sind gestern rund 300 Polizisten überhaupt nicht entspannt im Frankfurter Bahnhofsviertel gegen eine Gruppe Albaner vorgegangen, die Geschäfte mit Heroin, Kokain und Crack organisiert haben sollen +++ plündern Ganoven die Friedhöfe im Rheingau auf der Suche nach Verwertbarem, selbst eine Christus-Figur ist verschwunden +++ ist im Frankfurter Gutleutviertel wieder ein Elendsquartier entstanden, in dem Rumänen hausen.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Morgen in „Leben in Rhein-Main“

          Früher kannte man seine Nachbarn noch. Dann half für den Kontakt im eigenen Viertel die Pinnwand am Eingang des Supermarktes. Heute ist alles digital, und es breiten sich Netzwerke wie nebenan.de aus. Hilft es, sich für dieses Portal anzumelden? Findet man dann leichter einen guten Arzt oder eine Putzkraft? Kollegin Petra Kirchhoff berichtet am Samstag in „Leben in Rhein-Main“ von ihren eigenen Erfahrungen mit nebenan.de.

          Der Tipp zum Wochenende

          Ahmet Yildirim, „Deutschlands einziger türkischer Winemaker und Sommelier“, will seinen Kunden kein „X“ für ein „U“ vormachen, aber sehr wohl ein „Y“ für guten Wein. Im vergangenen Jahr hat Yildrim, den mancher Rheingau-Freund noch aus dessen Zeit als kundiger Sommelier im Weingut Trenz kennt, in prominenter Lage von Eltville seinen „Y-Store“ eröffnet. Die vielleicht ungewöhnlichste Weinbar des Rheingau bietet nicht nur die eigenen Y-Weine, sondern auch die der diversen Partnerweingüter wie Altenkirch und Kaufmann im Rheingau sowie Gutzler und Winter in Rheinhessen. Dazu gibt es kleine Leckereien zum Wein.

          Y Weinbar und Vinothek, Rheingauer Straße 22 in Eltville, geöffnet Mittwoch bis Samstag von 16 bis 23 Uhr, sonntags von 13 bis 18 Uhr, www.y-sommelier.de

          Wetter

          Heute lockert es immer mehr auf, und die Sonne zeigt sich dann häufig ungestört. Bei Höchstwerten um 16 Grad weht ein schwacher Ostwind. In der Nacht ist es leicht bewölkt. Um fünf Grad.

          Geburtstag haben

          heute

          Ursula Fuchs, in Darmstadt lebende Schriftstellerin (85); Sabine Richter, Leiterin der Heppenheimer Festspiele (58); Eric Menges, Geschäftsführer der Standortmarketing-Gesellschaft Frankfurt/Rhein-Main GmbH (51); Tanja Garlt, in Rodgau lebende Theaterregisseurin (45); Theo Lebow, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt (32);

          am Samstag

          Henning Wossidlo, Baubetriebsleiter des Rhein-Main Congress Centers Wiesbaden, ehemaliger Kurdirektor der Stadt Wiesbaden (68); Hans-Ulrich Engel, Präsident des Deutschen Aktieninstituts, Frankfurt (59); Ulrich Wolf, Leiter der Niederlassung Rhein-Main der IBM Deutschland GmbH, Frankfurt (59); Rainer Scholl (FDP), ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter im Rheingau-Taunus-Kreis (58); Michael Keller, designierter Geschäftsführer der Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken (52); Markus Grahn, von 2007 bis Oktober 2017 Trainer des American Football Teams Frankfurt Universe (49); Oliver Naumann, Verleger, geschäftsführender Gesellschafter der Druck- und Pressehaus Naumann GmbH & Co. KG, Gelnhausen (49); Ulrich Störk, designierter Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC Deutschland, Frankfurt (49);

          am Sonntag

          Andrea Ypsilanti (SPD), Mitglied des Hessischen Landtags, Frankfurt (61); Martin Heil, Geschäftsführer und Inhaber der Kelterei Heil, Laubuseschbach, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien (51).

          Topmeldungen

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