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Stress um Hartz IV : Jobcenter verhängen mehr Sanktionen

  • Aktualisiert am

Anstieg: Die hessischen Jobcenter hatten 2018 eine höhere Sanktionsquote. (Symbolbild) Bild: dpa

Eine Arbeit oder Schulung verweigert oder sich nicht rechtzeitig beim Jobcenter gemeldet. Gegen Hartz IV-Empfänger wurden 2018 mehr Sanktionen verhängt. Dabei soll es immer das letzte Mittel sein.

          Die Jobcenter in Hessen haben im vergangenen Jahr mehr Sanktionen gegen Empfänger des Arbeitslosengeldes II verhängt. Die Zahl der Fälle steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3354 auf 55.683, wie die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit am Mittwoch in Frankfurt berichtete. Betroffen war aber nur eine kleine Gruppe von 8684 Männern und Frauen, die meist mehrfach auffielen. Die Agentur bezifferte die Sanktionsquote auf 3,0 Prozent.

          Am häufigsten (71,3 Prozent) wurden Sanktionen ausgesprochen, weil sich die Empfänger der Sozialleistung nicht rechtzeitig beim Jobcenter gemeldet hatten. In diesem Fall wird die Leistung befristet um zehn Prozent abgesenkt. „Die Mehrheit der Jobcenter-Kunden kommt nicht mit Sanktionen in Berührung. Die Personen, die es betrifft, verpassen häufig ihre Termine oder sind über einen längeren Zeitraum hinweg nicht erreichbar. Eine Sanktion ist immer das letzte Mittel“, erläuterte Direktionschef Frank Martin. Für die Weigerung, eine Arbeit oder Schulung aufzunehmen wurden 6956 Sanktionen ausgesprochen.

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